Gewerkschaft ortet bei Vapiano Unappetitliches

25. Februar 2013, 10:23
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Die deutsche Gewerkschaft reicht Strafantrag gegen Vapiano ein. Eine Betriebsratsgründung soll verhindert worden sein, die Pasta-Kette wehrt sich

Vapiano weist alle Vorwürfe zurück. Das gleich einmal vorweg. Es geht um die Einrichtung eines Betriebsrates. Laut "Welt Online" habe das Gastronomieunternehmen Betriebsratswahlen erheblich behindert. Bei Vapiano sieht man das anders: "Für Vapiano ist die Arbeit von Betriebsräten wichtig", teilte das Unternehmen "Welt Online" mit. "Und aus diesem Grunde werden wir uns nie gegen die Einrichtung eines Betriebsrates stellen." Die Pasta-Kette wirft der Gewerkschaft Beeinflussung von Mitarbeitern vor.

Die deutsche Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hatte zuletzt Unerfreuliches zu berichten und laut dem Welt-Bericht Ende Freitag bei der Staatsanwaltschaft Bochum Strafantrag gegen Vapiano eingereicht. Der konkrete Anlassfall: In Bochum wollten drei Mitarbeiter im Jänner einen Betriebsrat gründen.

Einschüchterungsversuche

Aus Gewerkschaftskreisen hieß es, Vapiano habe die drei Beschäftigten zunächst mit besseren Gehältern und Arbeitsbedingungen von ihrem Vorhaben abbringen wollen. Als diese ablehnten, soll es zu Einschüchterungsversuchen in der gesamten Bochumer Belegschaft gekommen sein. Am 31. Jänner wurde der Wahlvorstand, der eine spätere Betriebsratswahl organisiert, dennoch gewählt.

Vapiano beantragte wenige Tage später den Erlass einer einstweiligen Verfügung beim Arbeitsgericht Bochum, der die Betriebsratswahl stoppen sollte, scheiterte jedoch damit. Einen Tag später kündigte Vapiano zwei Mitgliedern des inzwischen fünf Mitglieder umfassenden Wahlvorstands fristlos, darunter der Vorsitzenden. "Auch dem verbliebenem Wahlvorstand macht Vapiano das Leben extrem schwer", sagte ein Gewerkschafter "Welt Online".

Keine Räumlichkeiten, keine Sachmittel

So habe das Unternehmen zwei Monate nach der Vorstandswahl weder Räumlichkeiten noch Sachmittel für seine Arbeit zur Verfügung gestellt bekommen. Weil das Vorgehen von Vapiano nach Ansicht der Gewerkschaft NGG und des Wahlvorstands den Straftatbestand der Behinderung der Betriebsratswahl erfüllt, stellen nun beide Strafantrag.

Wie gesagt: Vapiano weist die Vorwürfe zurück. Das Unternehmen betreibt weltweit mehr als 100 Restaurants, teils als Franchisegeber, teils in Eigenregie. In den von Vapiano in Eigenregie betriebenen Restaurants in Deutschland gibt es bisher keinen Betriebsrat. Vapiano ist auch in Österreich vertreten. (red, derStandard.at, 25.2.2013)

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