Android-HDMI-Stick "Pocket TV" erhält erste stabile Firmware

25. Februar 2013, 09:29
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Version 4.0 - große Anzahl von Änderungen - deutlich spürbare Fortschritte bei Performance und WLAN-Empfang

Rund drei Monate nach der Auslieferung haben die Infiitec-Entwickler des auf Kickstarter finanzierten Android-HDMI-Sticks "PocketTV" nun erstmals eine stabile Version dessen Firmware zum Download freigegeben. Sie basiert auf Android 4.0.4.

Major Update

Die Version 4.0 folgt dem Release 1.3A. Es handelt sich um ein Update mit einer großen Anzahl von Änderungen und Überarbeitungen. Insbesondere die bislang bestehenden Performanceprobleme sollten durch bessere Nutzung der CPU und neuen Treibern für die Mali-400 GPU in Angriff genommen werden. Bislang war der Pocket TV aufgrund von Leistungsdefiziten nur eingeschränkt alltagstauglich (siehe WebStandard-Test).

Großer Leistungsschub

Im Hands-on des WebStandard zeigt sich, dass die Umbauarbeiten geglückt sind. Das Gerät reagiert nun flüssig auf alle Eingaben. Eine Reihe von Apps, die bislang nur stockend lief, ist nunmehr gut zu bedienen. Auch die Wiedergabe von hochauflösenden Videos, lokal oder per Stream, klappt nun weitestgehend ohne Probleme.

Deutlich spürbar ist auch die Verbesserung in Sachen Konnektivität. Das WLAN-Modul des Pocket TV erbringt nunmehr eine wesentlich bessere Empfangsleistung, was Tätigkeiten wie Internetsurfen, Streamen und den Download von Apps spürbar beschleunigt. Auch am Interface wurden kleinere Tweaks vorgenommen.

Das Onscreen-Keyboard ist nun deutlich kleiner und unterstützt verschiedene Gesten, was für mehr Übersicht sorgt. Es ist aber nach wie vor nicht einstellbar, ob es standardmäßig beim Aufruf eines Eingabefelds erscheint, was für Nutzer der Air Remote vorteilhaft wäre. Die Fernsteuerung mit Beschleunigungssensor und Keyboard wird nun ebenfalls präziser angesprochen.

Mehr als 150 Änderungen

Ebenso ausgeweitet (aber nicht explizit im Hands-on überprüft) wurde der Support für externe Datenträger. Pocket TV kann nun auf NTFS, FAT32, VFAT, sowie EXT2/3/4 zugreifen. Zusätzlich versteht sich das Gerät nun mit einer Reihe von Joysticks, Gamepads sowie Xbox- und PlayStation 2 Controllern und kann nunmehr auch mit Bildschirmtreibern umgehen.

Der Flash-Player ist nun vorinstalliert, neu ist auch VPN-Support. Laut den Entwicklern finden sich im Paket auch noch über 150 größere und kleinere Tweaks, die teilweise spezifische Streaming-Dienste, wie beispielsweise Netflix, betreffen.

Drei Wege führen zum Update

Die knapp 200 MB große Aktualisierung kann auf drei verschiedene Arten eingespielt werden. Die einfachste Methode ist wohl der Abruf über die Systemupate-Funktion im Einstellungsmenü. Alternativ kann die Software auch über die vorinstallierte Upgrade-App aus dem laufenden Betrieb heraus oder manuell über die Recovery eingespielt werden.

Von Seiten Infinitec war auch ein Update auf Android "Jelly Bean" versprochen worden. Dieses befindet sich, so die Auskunft des Teams, bereits in Entwicklung. (gpi, derStandard.at, 25.02.2013)

  • Mit Firmware-Version 4.0 wird aus dem Pocket TV erstmals ein flüssig bedienbares und alltagsreifes Gerät.
    foto: derstandard.at

    Mit Firmware-Version 4.0 wird aus dem Pocket TV erstmals ein flüssig bedienbares und alltagsreifes Gerät.

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