"Schließt nicht Eure Augen, schließt nicht Eure Ohren!"

Alle reden über die Flüchtlinge in der Votivkirche. FS Misik lässt die Flüchtlinge selbst sprechen

Alle reden über die Flüchtlinge. Aber kaum irgendwo kommen sie selbst zu Wort. Absurder Höhepunkt war die "Im Zentrum"-Diskussion Ende Jänner, als alle möglichen Leute über den Flüchtlingsprotest schwadronierten, aber kein einziger Betroffener eingeladen wurde. Hören wir ihnen einfach zu, was sie selbst zu sagen haben. Diesmal also ein FS Misik, das man auch "FS Khan" nennen könnte. Adalat Khan erzählt, was ihn dazu brachte, das Swat-Tal im Norden Pakistans zu verlassen; wie das ist, acht Jahre in den Mühlen des europäischen Asylsystems zu stecken; was die Wünsche und Sehnsüchte der Refugees sind. "Wir sind Menschen. Wir wollen ein normales Leben. Schließt nicht Eure Augen, schließt nicht Eure Ohren."

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Ich empfehle wir gewaehren jenen rechten

Parteibonzen und ihren Groupies, die kuenftig vom Selbstbedienungstrog abgeschnitten werden und ein besseres Leben suchen, Asyl!
Wir sind ja augeklaert.

Herr Khan tut mir ehrlich leid.

Das mal vorweg. Aber Asyl ist und bleibt Asyl und darf nicht mit Einwanderung gleich gesetzt werden.Ich denke dass dieser Herr (genauso wie seine Kollegen in der VK) Opfer von völlig welt- und realitätsfremden sektiererischen Unterstützern geworden ist. Anders kann ich mir dieses absurde Geschwafel nicht erklären in welchem das Recht auf Arbeit und Aufenthalt in Österreich als ein Menschenrecht für jedermann (!) interpretiert wird.

Naja, und seine Pläne als businessman?Mit schlechtem Englisch und null Deutschkenntnissen wird es nicht mal für Kebabbude oder Gebrauchthandy-Shop reichen....

Das Problem an der gesamten Debatte ist dass sie fernab der Kenntnis rechtlicher Regeln und ihrer Praxis geführt wird.

Natürlich ist das ein bedauernswerter Mann, ein Mensch der Hilfe benötigt.
Nur das Elend ist überall, auch im, ach so reichen, auf Pump lebenden Österreich.

Hat nicht dieser Herr auch erzählt er wäre als Gastarbeiter in Dubai oder so tätig gewesen?

dort muss tatsächlich für ihn die Hölle gewesen sein...

Arbeiten bis zum Umfallen.
Der Adelsmayer-Fall hat den Humanismus gegen alle Auswärtigen schön dargestellt.

An die Law&Order Prediger.

Auch Grossinquisitoren handelten nach Gesetzen. Zum Schaden der gesamten Gesellschaft. Heute verteufeln wir ihre Urteile.

Was Menschlichkeit ist, sagt der Hausverstand. Was unmoeglich ist, oder undurchfuehrbar, auch.

Jawohl,

Herr Kommandant, es ist unmöglich und undurchführbar weil seine Familie den Ernährer daheim dringend benötigt.
Oder sehen Sie das anders?

Was sagt Ihnen Ihr Hausverstand?

Bleiberecht und Arbeitsgenehmigung für alle Asylwerber in der Votivkirche?

Oder doch nur für alle Pakistani?

Oder Vorgehen nach der Gesetzeslage wie bisher?

Was ist für Sie unmöglich oder undurchführbar?

Rasche, eher tolerante Entscheidung bei Asyl (im Zweifel für die Bewerber)

Offene, aber selektive Einwanderungspolitik. Kulturelle Komplementarität schadet nicht, im Gegenteil ...

Die Aufforderung zu kultureller "Inzucht" ist sozial, ökonomisch und politisch blöd.

Im Zweifel pro asyl,

da bin ich auch Ihrer Meinung.

Was aber konkret jetzt mit den Votivkirchlern geschehen sollte, haben Sie offen gelassen.

Ich kenne nicht jeden Fall und bin auch kein Experte.

Aber so, dass AT in Fremdenfragen auch einmal ein menschliches "Antlitz" zeigt?
Nicht kaltschnäuzigen, bürokratischen Zynismus.

Ich bin ja selbst gegen aufrechnen - aber diesmal muss es sein: ein ahnungsloser öffentlicher Sektor, der mein reichliches Steuergeld mit "range accrual" ... und ähnlichen völlig unverstandenen Swaps .. verjuxt sollte lieber bei den Untergebutterten Grossmut zeigen.

Sie tun so, als wäre kaltschnäuziger, bürokratischer Zynismus

die überwiegende Handlungsmaxime der befassten Beamten und Menschlichkeit die absolute Ausnahme.

Glauben Sie denn, dass da durchwegs Unmenschen am Werk seien, deren größte Freude die Betätigung der "Abgelehnt-Taste" wäre?

Bei einer schon länger zurückliegenden Diskussion über dieses Thema sagte Kardinal Schönborn, es wäre schon in vielen Härtefällen in vertraulichen Gesprächen mit der Innenministerin gelungen, menschliche Lösungen zu finden.

B

Es ist aber leider viel zu oft genau so.

Und umso mehr Leuten das nicht recht ist, umso mehr Menschlichkeit ist möglich. Es geht auch anders!

Wenn Herr Adalat Khan sagt, dass er in Pakistan mit der Waffe und in Österreich mit der Feder getötet wird, ist diese Aussage seinem verwirrten emotionalen Zustand zuzuschreiben. Meint er das ernst, ist das eine unglaubliche Impertinenz!

Er kommt aus dem Swat-Tal, das ich kenne. Eine liebliche Landschaft, mit bäuerlicher Struktur.

Ich frage Herrn Adalat Khan:

1. Warum ist er nicht in Pakistan geblieben und im Land, in den Süden gezogen, z. B. nach Karachi? Dort gibt es keine Taliban.
2. Warum hat er seine Familie verlassen?
3. Herr Adalat Khan spricht schlechtes, nahezu unverständliches Englisch und kein Deutsch. Wie will er unter diesen Umständen und offenbar ohne Startkapital in Österreich ein kleines Geschäft gründen?

Typische selektive Wahrnehmung und Präpotenz Rechter ..

zu 1) warum sind zB in der Gegenreform viele Kärntner, Tiroler, .. aus ihren lieblichen Tälern (die ich gut kenne) vor Verfolgung nicht nach Wien sondern weit weg geflüchtet?

zu 2) warum mussten viele bitter-arme Europäer ihre Familien verlassen, als sie in die USA "flüchteten". In der Hoffnung sie könnten sie von dort besser ernähren und einen Nachzug finanzieren.

zu 3) Herr Kh spricht sehr gut Englisch, er hat nur diesen typischen, schwer verständlichen indisch-pakistanischen Akzent. Ihre Behauptung zeugt nur von Ihren eigenen schwachen Englischkenntnissen. Wer gut Englisch kann absorbiert Akzente.

Ihre "Argumente" sind so entlarvend - berstend von Missgunst und Böswilligkeit.

Klarstellung:
um 1900 war Amerika DAS Einwandererland! Die Europäer haben selten ihre Familien (Frau und Kinder) verlassen. Viele waren jung und ledig oder sind mit Kind und Kegel ausgewandert. Gut, sie mussten die Eltern und Geschwister verlassen.
Herr Kh ist seit wie lange Asylant in Österreich? Kein Mensch würde so lange ausharren, wenn es ihm nicht doch so einigermaBen gut dabei geht! Jeder würde weiterziehen und woanders sein Glück suchen, wenn er nicht genug zum Leben hätte!
Herrn Khs Englisch ist schlecht verständlich für einen durchschnittlich-englisch sprechenden Österreicher. Sie werden doch hoffentlich niemandem zum Vorwurf machen, dass er kein native speaker Niveau hat? Warum kann er kein Deutsch, ist doch die Frage.

Statt Argumente, Geschimpfe (präpotenter, missgünstiger, böswiliger Rechter)!

ad 1) Die Kärntner, Tiroler etc, sind weit weg ausgewandert, weil sie auch in Wien, im Zentrum der katholischen Habsburger, verfolgt worden wären.

ad 2) Die meisten europäischen Auswanderer, die auch aus religiösen Gründen verfolgt wurden, sind mit ihren Familien in die USA gezogen (z. B. die Mayflower-Einwanderer, Iren, Italiener Amish, Mennoniten, ...).

ad 3) Ich kenne das hervorragende Englisch der Pakistanis und Inder, weil ich einige Jahre mit Ihnen gearbeitet habe, mein Englisch ist fließend. Ich frage mich, wie Herr Adalat Khan mit rudimentären Englischkenntnissen und Null-Deutschkenntnissen in Österreich seinen Lebensunterhalt verdienen will.

Herr/Frau Microcephalus: Leute wie Sie, können mich nicht beleidigen!

Ich freue mich ueber Ihr fliessendes Englisch.

Und wenn ich einer selektiven Wahrnehmiung aufgesessen bin bedauere ich das, ehrlich. Allerdings das Fragen-Muster ist schon verfaenglich - kann aber Zufall sein.
Allerdings mit 1) bestaetigen Sie nur mieine Analogie. 2) Ohre Antwort zu 2) ist im Deatail richtig, statistisch falsch. Deshalb wurden zB Japanische Frauen mit Luegen nach USA gelockt ...
Die Wiederholung der Behauptung rudimentaeres Englisch ist tendenzioes ..
(da USA und UK sei Jahrzehnten zu meinen Hauptmaerkten zaehlt, ist mein Englisch auch nicht so schlecht - in den USA habe ich sogar gearbeitet .. )

Aber vielleicht ueberzeugen Sie mich ja mit einem menschlichen Argument?

Jedes mal wenn ich den Mann

in den Medien sehe (und das ist ja sehr oft) bin ich zu tiefst erschüttert.
Ich verstehe sein Leid und die Sehnsucht nach seiner Familie, aber warum nimmt er nicht die Rückkehrmöglichkeit mit einem kleinen Startkapital an.

Diese Menschen werden auch daheim durch Ö. bei einer Gründung einer neuen Existenz unterstützt. (Dazu gab erst kürzlich einen Link) Hier bei uns werden sie immer zu den Ärmsten gehören.

Vielleicht will er nach 8 Jahren Reise endlich einmal am Ziel ankommen.

Äh.. 9 rote Stricherl für das, dass ich sage, er will nach 8 Jahren wohl am Ziel ankommen!? Is unsere Gesellschaft echt schon so krank und vergiftet?

Wundert sich denn niemand, dass er seit acht Jahren herumsitzt und wartet? Würden Sie so lange bleiben, wenn Sie keine Aussicht auf Besserung haben? Oder erzählen ihm die Flüchtlingshelfer seit Jahren, dass es schon werden wird und überreden ihn so zum Bleiben?
hat er also in den letzten Jahren nichts getan? Schon nach sechs Monaten Arbeitslosigleit ist man völlig aus dem Arbeitsrhythmus raus, also nach acht Jahren Untätigleit, kann er da noch einen regelmäBigen Job machen?
Unsere Gesellschaft ist nicht krank, sondern realistisch! Der Mann und all die anderen tun mir echt leid: sie sind doch nur zu stolz um mit leeren Händen als Versager wieder nach Hause zu gehen. Da bleiben sie lieber hier in der Rolle der Opfer!

Also, ich bewundere ihn für seine Hartnäckigkeit. Ich bin genauso. Wenn ich mir ein Ziel gesetzt habe, dann arbeite ich so lange daran, bis ich es erreicht habe. Man lebt - so sagt man - ja nur einmal.

Den Leuten mangelt's echt an Einfühlungsvermögen und der Fähigkeit, sich in die Situation anderer reinzudenken. Schlimm. Aber anscheinend lebt man gut mit so einer Oberflächlichkeit. Andererseits haben diese Leute auch viele andere Sorgen. Ärgern sich ständig über andere, weil's glauben, die schieben einen gemütlichen Lenz und denen geht's viel besser. Weil sie das sehen und reinspüren verlernt oder nie gelernt haben.

Empathie

haben nur Sie ganz allein, nur so tragisch das Schicksal des Mannes auch ist er leidet auch unter Heimweh, das hat schon öfter medial verbreitet und das ist auch nicht verwunderlich wenn er wie er sagte seine Tochter jahrelang nicht gesehen hat.
Für viele ist das Angebot, der unterstützenden Rückkehrhilfe, eine gute Alternative.

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