Mit CSI und Pandabär ins Sabbatical: Bremer "Tatort" top oder Flop?

Ansichtssache
24. Februar 2013, 21:14

Lürsen, Stedefreund und ein Neuer ermitteln in der Folge "Puppenspieler"

foto: orf/ard/jörg landsberg

Ein Richterkomitee soll in Bremen über eine umstrittene Weservertiefung befinden. Als ein Sextape von einem der Richter auftaucht, ist bald darauf der junge Ole tot. Er und seine Freundin Mel haben den Richter damit erpresst. Doch dem Richter dürfte auch von anderer Seite Gefahr gedroht haben. Inga Lürsen, Stedefreund und ein Neuer, Leo Uljanoff, ermitteln in der Folge "Puppenspieler".

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"Ein bisschen wie bei CSI" sei der Bremer "Tatort", heißt es in der "Süddeutschen Zeitung". So müsse es wohl sein, "wenn Bremen nach Amerika verlegt wird". Das großäugige Mädchen gleich zu Beginn sei der "Eyecatcher aller Eyecatcher", schreibt Holger Gertz. Ihn erinnern die großen Augen im "Verschwörungskrimi" an den "Tatort"-Klassiker "Reifezeugnis" mit Nastassja Kinski.

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"Abstrus" sei der Fall, die Geschichte "überladen", urteilt die "FAZ". Sandra Kegel stellt die Frage, ob man nicht besser damit dran wäre, wie Stedefreund ein "sechsmonatiges 'Tatort'-Sabbatical einzulegen". Leo Ulfanoff sehe aus wie ein "zerzauster Pandabär".

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Einen "herrlich großtuerischen 'Tatort' aus dem kleinen Bremen" hat "Spiegel Online" gesehen. Christian Buß vermutet, dass sich der Neue sogar schon als "als potenzieller Liebhaber in Stellung" bringt. Ulfanoff: "Mache ich Sie nervös? So als Mann?" Lürsen lacht.

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"So übersichtlich wie die Speisekarte im China-Restaurant" ist laut "Welt" der Plot des Bremer "Tatorts". Christoph Cöln wird noch einmal kulinarisch: "Wie der Naschteller zu Weihnachten" sei die "Melange aus Politverschwörung, Polizeikomplott und Ausreißerdrama".

Wie hat Ihnen der Bremer "Tatort" gefallen? Top oder Flop? Posten Sie Ihre Meinung im Forum! (red, derStandard.at, 24.2.2013)

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Zwiespältig.

Die Geschichte war am Ende doch zu abstrus, sie hätte mit kleineren Adaptionen deutlich realistischer sein können.

Andererseits war der Tatort filmisch extrem gut gemacht, der Spannungsbogen sehr gut aufgebaut. Auch die schauspielerischen Leistungen waren fein, man vergleiche bitte die deutsche Psychogeheimdienstlerin mit der österreichischen Pseudo-Nazitussi letzte Woche.

die Klassiker sind Thiel und Boerne

der eine ermittler, der was mit lürsen gehabt, wurde auch von dieser truppe eingeschleust, oder?

in summe ein sehr guter tatort. ich mag die figuren lürsen und stedefreund recht gern. typen wie der neue sind etwas anstrengender aber solche personen gibts natürlich auch im echten leben. die story war gut mit mehrmals überraschenden wendungen. für mich wars jedenfalls wesentlich realistischer als csi-schmarrn.

zumindest

um längen besser als der letztwöchige fremdschäm-marathon

Endlich! Wieder mal ein guter Tatort :-)

hm

dieser tatort war mal wirklich spannend, zumindest die erste stunde... schade, dass nicht alle tatort-folgen spannend sind

die hatten wenigstens durchwegs brauchbare bis gute schauspieler am werk, das hilft über die unglaublich verkrampft konstruierte story drüber. (zb. im direkten vergleich mit dem letzten ösi tatort, wo die nebenrollen so grottenschlecht besetzt und gespielt waren, dass man glaubte eine Tom Turbo folge zu sehen)
drehbuchmacher sollten einfach weniger ami-conspiracy thriller schauen. weil so wird diese um zehn ecken gedachte handlung trotzdem so unglaublich langweilig klischeehaft und vorhersehbar.

Lürsen landet mit dem dicken im bett. das war immerhin irgendwie doch überraschend und die "ich geh dann mal"-szene war direkt charmant.

Mir hat's auch gefallen,

vor allem die beiden Teenager in ihrer Mischung von Kindsein, Elend und jugendlicher Hoffnung waren gut gezeichnet.

die szene mit dem mädchen un dem toten in der pathologie war fast schon genal, sonst war er bersser als die meisten

War dann ab Mitte richtig spannend !

Allerdings hat es lange gedauert, bis sich die eigentliche Straftag, das eigentlichte Thema herauskristallisiert hat.
Ein bißchen zu viele Nebenhandlungen.

hm

das hätts nicht gebraucht. wäre es nur um die jugendlichen gegangen, wärs 10 mal besser gewesen und aufregender... diese politsache war einfach zuviel

Hauptsache kein Krassnitzer zu sehen!

Abgesehen davon war's sowieso ein guter Tatort

War schon sehr gut dieser Tatort!

Bin kein Tatortseher und habe schon lange keinen Tatort mehr gesehen...

Gestern bin ich nach der Tagesschau zufällig auf ZDF hängengeblieben und muß sagen: Ich bin in jeder Hinsicht begeistert, von den Schauspielern, von der Story, von der Umsetzung.

Wenn Sie auf ZDF hängen geblieben sind, haben Sie wahrscheinlich einen Schmachtfetzen gesehen, sicher aber keinen Tatort!

Ähm, Danke für die Aufmerksamkeit, war selbstverständlich auf der ARD.

Auf ZDF Tatort zu sehen ist schon eine Leistung für sich! :-)

Urfad. Nur der Ulfanoff war lustig.

Gefiel mir gut - besonders die boese BKA-Frau!

...also ich war begeistert - hätte auch länger dauern können !

Mir hat er gefallen. Spannend, flott inszeniert. Es war wieder einiges von Bremen zu sehen (insbesondere das wunderschöne Park Hotel). Nur dass Stedefreund jetzt geht, gefällt mir gar nicht!

Der kommt eh wieder...

weil der Neue... ach, nächste Folge wissen Sie es ;)

Hoffentlich kommt er wieder!

Ich schlafe bei den Bremern immer halb ein...

heute haben sie mal versucht auf "24" zu machen, aber es war trotzdem nicht gelungen. Welcher Auftragskiller verschießt 10 Kugeln? Und welcher Ermittler nimmt eine Zeugin bei sich auf und lässt die dann allein?
Aber zum Schluss deckt Inga Lürsen im Alleingang ein Riesen-Komplott von Justiz und Politik auf... sehr glaubwürdig! Da sind mir die offenen, unbefriedigenden Enden der Wien-Tatorte um einiges lieber.
Für mich Flop, wird aber sicher einigen gut gefallen haben - mein Geschmack war es halt nicht.

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