Rumänien und Polen im Zentrum des Fleischbetrugs

24. Februar 2013, 18:40

In Deutschland taucht immer öfter nicht deklariertes Pferdefleisch auf

Der Pferdefleischskandal zieht in Europa immer weitere Kreise. Das als Rind deklarierte Rossfleisch soll laut Untersuchungen des Europäischen Lebensmittelschnellwarnsystems nicht nur, wie bisher festgestellt, aus Rumänien, sondern auch aus Polen gekommen sein (siehe Reportage).

Wie das deutsche Magazin "Der Spiegel" berichtet, rückt dabei ein polnischer Rohwarenlieferant namens Mipol in den Mittelpunkt der Nachforschungen. Er soll einen Brandenburger Konservenhersteller mit Fleisch für 50.000 Dosen Rindsgulasch beliefert haben, die für Aldi-Lebensmittelmärkte gekauft wurden - und jetzt unter Pferdegulasch-Verdacht stehen. Der Name Mipol war schon im Zusammenhang mit Pferdefleischfunden in britischen Burgern aufgetaucht.

20 Tonnen in Nordrhein-Westfalen

Auch ein nordrhein-westfälischer Rohwarenlieferant soll 20 Tonnen mit Pferdefleisch vermischtes "Rindfleisch" über einen dänischen Großhändler in Polen bestellt haben.

In Frankreich hat die im Zentrum des Verfälschungsskandals stehende Firma Spanghero angekündigt, sich aus dem Fleischhandel zurückziehen zu wollen. Die Belegschaft befürchtet Kurzarbeit.

Eierproduzenten in Verdacht

In Deutschland stehen indes auch hunderte Bioeierproduzenten im Mittelpunkt eines Betrugsverdachts. Laut Spiegel sollen sie systematisch die Vorschriften für die Haltung von Bio-Legehennen missachtet haben. (red, DER STANDARD, 25.2.2013)

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Pferdemarkt in Polen

Jährlich findet in Skaryszew in Polen der größte und grausamste Pferdemarkt Europas statt. Ca 2.000 Pferde werden dort regelrecht verscherbelt, danach quer durch Europa nach Italien, Frankreich und andere Länder gekarrt, wo sie auf der Schlachtbank landen. Furchtbare Bedingungen herrschen auf dem Markt und bei den Transporten: Unvorstellbar! Blutlachen auf dem Boden, Tiere stehen mit offenen Brüchen im Schlamm, kein Tierarzt vor Ort, keine Kennzeichnung der Tiere, rein gar nichts. Nur das Schreien und Wiehern der Pferde und die blanke Angst in ihren Augen. Kein einziger Experte der EU, keine Kontrolle, alles illegal. Ein LKW verunfallte nach dem Markt (viele sind stark angetrunken) dabei starben einige Pferde.

jetzt fragt sich bloß

ob die rindfleisch oder pferdefleisch bestellt hatten. oder ob man einfach die schuld auf den "ostblock" abwälzen will...

Lösung: Solidarische Landwirtschaft

Das grundsätzliche Problem ist, dass in einer industrialisierten und arbeitsteiligen Landwirtschaft, die Entfremdung von Produzent und Konsument extrem ist. Der Landwirt/Händler ist in Versuchung zu betrügen und der Konsument verliert das Vertrauen. Die Lösung kann solidarische Landwirtschaft sein. Dabei beteiligen sich Konsumenten an einem Bauernhof für ein Jahr und erhalten die anteilige Ernte. Dann kennt der Konsument den Bauern, den Hof und die Erde auf dem seine Gemüse wächst persönlich und der Bauer kennt die Abnehmer seiner Waren. Betrug wird dadurch äußerst unwahrscheinlich: https://de.wikipedia.org/wiki/Soli... wirtschaft

FALSCHMELDUNG!!! Pferdefleisch aus Rumänien JA als Rind deklariert in Rumänein NEIN!

ich weiss nciht woher derStandard diese informationen hat, aber
RUMÄNIEN hat Pferdefleich auch als Pferdefleich (deklariert) exportiert (und zwar eine gand schön grosse menge)... das ist nicht ILLEGAL. nach 100 zwischenhändler:
http://www.spiegel.de/wirtschaf... 84328.html

in gb wurden 3 personen festgenommen.
aber das ist nicht das problem: in DE bestellt A rindfleich für 1. euro KG bei B. B aus rumänien sagt ich kann das nicht liefern nur müll (reste) die normalerweise nicht verwendet werden. A aus Deutschland sag Ja ok liefer mir das (zwar legal aber schweinerei. Das ist viel schlimmer! Ich bin fest überzeugt das die kontrollen in rumänein weit strenger sind als in de

Die grosse Überraschung - das Pferderlfleisch kommt aus dem ehemaligen Ostblock !

Und ich habe geglaubt, dass Fleischi kommt aus der Hofreitschule von den Lippizanern. Natürlich kommt es aus dem ehemaligen Ostblock, wo es spottbillig ist, keinen Kontrollen unterliegt - und wo es nur um maximalen Profit geht. Hat irgendwer geglaubt, dass das Pferdefleisch unter ordentlichen Bedingungen und durch seriöse Kontrollen gesichert, hergestellt wird ?

Der Konsument zahlt auf jede Art.....

Lassen wir uns überraschen wie man uns als Endverbraucher nach Fleisch und Bio(EI)Skandalen weiter melken wird!Stellt sich die Frage:Kauft man nun sparsam - minderwertige Ware oder mit Nachweis ( Gütesiegel,Bio) und zahlt doppelt-dreifach so viel (möglicherweise auch für minderwertige Ware!).Fest steht:Trau,schau -wem und Einkauf bei Bekannten Geschäften,Vertrauen auf Sein eigenes Gefühl, Verschärfen alller Sinne und - Drei mal überlegen ...vor dem Einkauf - oft ist weniger mehr.Unseren Kleinen Bauern,Nahversorgern und Privaten Lebensmittelhändler mit Quelle zum Eigenanbau sollte man wieder mehr vertrauen schenken.Die können sich nähmlich keinen Skandal leisten , werden ständig überprüft.

...und die kärntner fpk metzger mittendrin !

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