Rumänien und Polen im Zentrum des Fleischbetrugs

In Deutschland taucht immer öfter nicht deklariertes Pferdefleisch auf

Der Pferdefleischskandal zieht in Europa immer weitere Kreise. Das als Rind deklarierte Rossfleisch soll laut Untersuchungen des Europäischen Lebensmittelschnellwarnsystems nicht nur, wie bisher festgestellt, aus Rumänien, sondern auch aus Polen gekommen sein (siehe Reportage).

Wie das deutsche Magazin "Der Spiegel" berichtet, rückt dabei ein polnischer Rohwarenlieferant namens Mipol in den Mittelpunkt der Nachforschungen. Er soll einen Brandenburger Konservenhersteller mit Fleisch für 50.000 Dosen Rindsgulasch beliefert haben, die für Aldi-Lebensmittelmärkte gekauft wurden - und jetzt unter Pferdegulasch-Verdacht stehen. Der Name Mipol war schon im Zusammenhang mit Pferdefleischfunden in britischen Burgern aufgetaucht.

20 Tonnen in Nordrhein-Westfalen

Auch ein nordrhein-westfälischer Rohwarenlieferant soll 20 Tonnen mit Pferdefleisch vermischtes "Rindfleisch" über einen dänischen Großhändler in Polen bestellt haben.

In Frankreich hat die im Zentrum des Verfälschungsskandals stehende Firma Spanghero angekündigt, sich aus dem Fleischhandel zurückziehen zu wollen. Die Belegschaft befürchtet Kurzarbeit.

Eierproduzenten in Verdacht

In Deutschland stehen indes auch hunderte Bioeierproduzenten im Mittelpunkt eines Betrugsverdachts. Laut Spiegel sollen sie systematisch die Vorschriften für die Haltung von Bio-Legehennen missachtet haben. (red, DER STANDARD, 25.2.2013)

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