Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Was alles die Vergabe von Botschafterposten im US-Außenministerium beeinflusst, hat nun ein Artikel im "Guardian" dargelegt. Interessant für uns ist, welcher Stellenwert dort einer Entsendung nach Österreich zugemessen wird. Und welche erstaunlichen Faktoren die Popularität des Standorts Wien beeinflussen.
Konkret berichtet "Guardian"-Kolumnist Simon Hoggart von befreundeten US-Diplomaten, die zwar schon auf einen Posten in "London, Paris, Tokio oder Peking" spitzen würden, sich mangels saftiger Wahlkampfspenden aber anders orientieren müssten. So brachten die Freunde sich in Stellung, um bei einer internationalen Organisation in Wien - "an sich eine bescheidene Destination" - zu landen. Alles habe bestens ausgesehen, "bis plötzlich ein Anruf aus dem Weißen Haus die Hoffnung schwinden ließ" .
Warum? Weil, so das Weiße Haus, "im TV gerade 'The Sound of Music' gelaufen ist, was zu hoher Nachfrage nach Posten in Österreich geführt habe". Dass ein betagtes Jodel-Musical derart nachhaltige Auswirkungen auf unsere Außenwirkung hat, muss uns zu denken geben. Vielleicht sollte das hierorts geflissentlich ignorierte Filmchen doch irgendwann auf heimische Lehrpläne gesetzt werden. Und sei es nur, damit wir nicht ganz danebenstehen, wenn uns die Amis wieder mal ihr understanding jenes sonderbaren Alpinidylls (Shnitzel with noodles ...?) darlegen, das sie als "Austria" wahrnehmen. (Severin Corti, DER STANDARD, 25.2.2013)
Fleischskandale als Anstoß zu bewussterer Ernährung? Im Zweifel sitzt die Lust am längeren Hebel
Das wirklich gefährliche Gift gelangt ausgerechnet über die "schützende" Verpackung ins Essen
Weil Käse nicht wurst ist: Über die Befugnisse von Thekenkräften im Supermarkt
Die Korrelation zwischen Hausarbeitsteilung und Sex divergiert je nach Studie
Die Wahl zwischen Panier und Potenz sollte einem eigentlich leicht fallen
Der Duft von Rosmarin hilft dem Gedächtnis effektiv auf die Sprünge
Als ich bei meinem Auslandsaufenthalt im Asiatischen Raum nach dem 2. Tag schon von 10 verschiedenen Leuten darauf angesprochen wurde, musste ich mir diesen unbedingt ansehen.
Würde auch den übrigen Österreichern nicht schaden.
Und das mit den Jodeln usw, naja, das sollte man heute auch noch zeigen, denn das wollen die Touristen in Österreich ja sehen!
der film ist nicht nur in den USA seit jahrzehnten ein hit (der u.a. zur weihnachtszeit so regelmäßig ausgestrahlt wird, wie bei uns die Sisi-filme),
sondern in ganz nord- und lateinamerika, bzw. von Australien und Neuseeland über Thailand, die Philippinen, Indonesien, Malaysia, Korea bis Japan (liste beliebig erweiterbar) ein ebenso erfolgreicher wie bekannter dauerbrenner.
wer also (in gewohnter österreichischer manier) hier wieder mal über den "schichten geschmack der Amis" lästert, lästert auch über Argentinier, Australier, Brasilianer, Chilenen, Ecuadorianer, Honduraner, Indonesier, Japaner, Kanadier, Koreaner, Malaysier, Mexikaner, Neuseeländer, Philippinos, Uruguayos, Venezolaner und Vietnamesen ....
...auch so ein Thema, das alle paar Jahre mal wieder aufgewärmt wird, wenn's sonst nichts zu schreiben gibt.
Dabei haben wir dieser Schmonzette eines der größten Stücke der Jazzgeschichte zu verdanken, was aber leider den meisten Kolumnenschreibern entgeht: http://www.youtube.com/watch?v=UY43yHzgeZM
http://www.youtube.com/watch?v=0I6xkVRWzCY
Einfach gänsehauttreibend
Ja, so ist das nun mal mit clichées. Ich finde es eigentlich lustig, dass diesen Film, unseren vermutl. berühmtesten Imagebringer, kaum ein Österreicher kennt; ist doch eine amüsante Anekdote - wobei, Österreicher, die viel im Ausland unterwehs sind, kennen den Film eh.
das ist schon faszinierend, alle us-amis kennen den film noch aus ihrer kindheit, wo er offensichtlich sehr oft wiederholt wurde, und sie hören nicht auf, den auszustrahlen, dürfte sowas wie der heimat-film für fremde-heimat sein, deshalb hält sich auch hartnäckig die vorstellung, dass Ö ausschließlich aus alpen besteht und dann gibts noch salzburg (das ja bis heute sound of music touren anbietet, wo sie leute zu den drehorten aus dem film karren)
... kann man – wie die österreichische Operette – als Genre mögen oder nicht. Wenn aber ein Journalist auf ein Stück dieses Genres Bezug nimmt, sollte man zumindest erwarten, dass er sich vorher entsprechend schlau macht. Hätte Herr Corti selbiges getan, hätte er schnell folgendes herausfinden können.
- Sound of Music (SOM) ist der dritterfolgreichste Kinofilm aller Zeiten.
- SOM wird auf der AFI Liste an 40. Stelle geführt.
- Rodgers und Hammerstein, Librettist und Komponist von SOM, waren in ihrem Genre führend.
- Musicals - wie Opern und Operetten - neigen einmal dazu betagt zu sein.
- In SOM wird nicht gejodelt.
Aber was soll man von jemandem mit Hauptexpertise im Fressen und Saufen auch anderes erwarten?
Naja, aber eher wenig.
Ein "Camp" Klassiker war SOM allerdings aber immer schon.
http://www.youtube.com/watch?v=N1YJdTd2g0k
kann man ja auch nur als großkalibrige Schauspieler bezeichen ganz besonders im Vergleich zu Hans Holt & Ruth Leuwerik:
http://www.imdb.com/title/tt0... fn_al_tt_1
"Sound of Music" ist ein netter Musicalfilm. Natürlich hat er mit österreichischem Volkstum so wenig zu tun wie "The King and I" mit dem realen Thailand. Trotzdem sollten möglichst viele Österreicher den Film sehen, da sich durch ihn in Asien und den USA ein (durchaus positives) Österreich-Klischee festgesetzt hat. Bitte deshalb die Originalfassung mit deutschen Untertiteln einige Male im ORF zeigen.
ich verstehe auch den österreichischen kulturzugang nicht.
wenn österr. kultur promoted wird, dann immer nur etwas modernes, sei es musik, kunst, ausstellungen, was auch immer.
man sollte einfach zur kenntnis nehmen, dass man uns in der anglophonen welt für Sound of music kennt, in china liebens sissi und die japaner mozart.
es ist gut und schön sich modern zu geben, aber man sollte dabei nicht auf unser grosses erbe verzichten. man vergibt reihenweise aufgelegte elfmeter.
mit einer nitsch-ausstellung in NY kriegst vielleicht ein paar nette kritiken - die keiner liest, aber mit einer sound of music - ausstellung kriegst die massen, die touristen und das geld.
warum genieren wir uns?
wien ist schon seit ende des 2ten wk, eine "wichtige" stadt.
und das hat nichts mit dem wetter den bergen oder dem klima zu tun.
OPEC, UNO, OSZE usw. dazu die strategisch "neutrale" position zwischen "osten" und "westen"....
also es gibt schon ein paar gute gründe wieso wien wichtig ist, aber mit edelweiß... sind sie sich da wirklich sicher???
Zumindest hätt ich noch nie wahrgenommen, dass er im Rahmen der Sonntag-Nachmittag-Heimatfilme mal gezeigt wurde.
Und deshalb kennt ihn hier auch niemand - während man zumindest bei Nord- und Südamerikanern jedes Alters fix davon ausgehen kann.
"Den hab ich jedes Jahr zu Weihnachten gesehen..."
Das ist ein obskures US-Machwerk aus der Nachkriegszeit. Leider definieren uns Österreicher viele Menschen rund um den Globus damit. Auf den Philippinen kennen sie Österreich nur wegen dieses Machwerkes und den Glock-Pistolen, zumindest, wenn sie überhaupt wissen was und wo Österreich ist. Da hab ich schon die lustigsten Antworten bekommen: als ich einmal sagte ich sei aus 'Austria', wurde ich gefragt, ob das in Australien liegt. :-) Typisch US-Schulsystem.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.