Rosenkranz: "Mütter kleiner Kinder würden gern viel länger daheimbleiben"

Interview | Andrea Heigl
24. Februar 2013, 18:27
  • "Ich bin vielleicht langweilig": FPÖ-Frontfrau Rosenkranz über sich selbst.
    foto: apa/hochmuth

    "Ich bin vielleicht langweilig": FPÖ-Frontfrau Rosenkranz über sich selbst.

Barbara Rosenkranz, Listenerste der Freiheitlichen bei der niederösterreichischen Landtagswahl, über Protestwähler, konservative Werte und "langweiligen" Politik-Stil

STANDARD: In den Umfragen liegt die FPÖ bei zehn bis elf Prozent. Warum gelingt es in Niederösterreich nicht, so zu reüssieren wie in anderen Ländern?

Rosenkranz: Wir haben letztes Mal von vier Prozent - das würde ich ungefähr als Stammklientel sehen - auf 10,5 Prozent aufgeholt, das war ein gewaltiger Sprung.

STANDARD: Die vier Prozent waren 2003 mitten in einer Parteikrise.

Rosenkranz: Trotzdem: Da sehen Sie den Grundstock, der ist bundesländerweise sehr verschieden. Die FPÖ ist hier ja auch erst 1988 in den Landtag einge zogen.

STANDARD: Streiten Sie sich mit Frank Stronach um Protestwähler?

Rosenkranz: In der Politik muss man Bürger gezielt ansprechen.  Wir sagen, es ist Zeit für einen grundlegenden Wandel. Etliche Niederösterreicher sehen das ebenso. Die Anhängerschaft ergibt sich daraus.

STANDARD: Das dominierende Wahlkampfthema ist die Veran lagung der Wohnbaugelder. Die ÖVP argumentiert, die Mitglieder der Landesregierung hätten alle Entscheidungen mitgetragen.

Rosenkranz: Dazu wird in der  Landesregierung nichts beschlossen, nur berichtet. Aus diesen Berichten kann man nichts herauslesen. Es gab 2001 einen Grundsatzbeschluss im Landtag, das operative Geschäft ist ausgelagert.

STANDARD: Sie plakatieren eine Karikatur von Finanzlandesrat Wolfgang Sobotka, der mit Aurelius, Augustus und Aquarius hantiert. Glauben Sie, dass diese Begriffe den Wählern etwas sagen?

Rosenkranz: Ich denke, dass viele sich wundern, dass eine Landesregierung Kapitalgesellschaften in Irland gründet, die so heißen.

STANDARD: Sollte es Ihnen gelingen, die absolute Mehrheit zu brechen – bei welchen Themen könnten Sie sich vorstellen, mit der ÖVP mitzugehen?

Rosenkranz: Das wird man sehen. Es ist zu hoffen, dass die ÖVP zu ihren konservativen Werten findet, die sie im Wahlkampf vorgibt zu vertreten, zum Beispiel in der Familienpolitik.

STANDARD: In Niederösterreich  fehlen Kinderbetreuungsplätze, außerdem ist nur ein geringer Teil des Angebots kostenlos. Ein De fizit?

Rosenkranz: Familienpolitik ist dar an zu orientieren, dass Wahlfreiheit herrscht. Es gehen aber so gut wie alle niederösterreichischen Kinder in den Kindergarten.

STANDARD: Vor der Schule gibt es zwar ein verpflichtendes Kindergartenjahr, aber viele Eltern bräuchten schon früher Betreuungsplätze für ihren Nachwuchs.

Rosenkranz: Das muss man den Eltern überlassen. Im Wahlkampf treffe ich viele Mütter mit kleinen Kindern, die gern viel länger  daheimbleiben würden, es sich aber nicht leisten können. Das ist total vernünftig, dem muss mit Geldleis tungen entsprochen werden.

STANDARD: In Niederösterreich verlässt man sich gerne auf fami liäre Strukturen, auf die Oma bei der Kinderbetreuung oder auf die Tochter bei der Pflege. Glauben Sie, dass das noch lange so funktionieren wird?

Rosenkranz: Wir können nur hoffen, dass möglichst viele Familien diese pflegerischen Leistungen wahrnehmen. Alles andere wäre eine Katastrophe, wenn Sie sich  die Kosten vorstellen. Selbstverständlich wird es immer mehr Menschen geben, die niemand pflegen kann, da muss man vorsorgen. Aber dort, wo familiäre Strukturen sind, muss man schon aus  Finanzierungsgründen versuchen, pflegende Angehörige zu stützen.

STANDARD: Im Gegensatz zum SPÖ-Chef agieren Sie in der Landes regierung eher unauffällig ...

Rosenkranz: Ich bin vielleicht langweilig, aber ich ziehe die  Debatte in sachlichen Punkten persönlichen Angriffen vor. In den entscheidenden Fragen habe ich den freiheitlichen Kurs eingehalten und dagegengestimmt. (Andrea Heigl, DER STANDARD, 24.2.2013)


Barbara Rosenkranz (55) zog 1993 in den niederösterreichischen Landtag ein, dann war sie Nationalrätin, seit 2008 ist sie Landesrätin für Baurecht und Tierschutz. 2010 kandidierte sie als Bundespräsidentin. Sie wird dem rechten Flügel der FPÖ zugeordnet.

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wie oft war den die Mama

daheim bei den Rosenkranzs ?

im wikingerdorf irgendwo vor 1000 jahren vielleicht.
heutzutage wollen Mütter,sofern sie was auf dem Kasten haben,nach spätestens 2a wieder in ihre Funktion zurück
-in den arbeitsprozeß wieder eingegliedert werden

"blond beim Herd nur spielst nimmer"

wolllen und können
schaun sie sich mietkosten oder eigentumskosten,bildungs-und energiekosten,Lebensmittel- und mobilitätskosten an
man täte gerne
viele Frauen ( vor allem die,die allein dastehen) täten auch gerne arbeiten wollen
warum?
weil sie arbeiten müssen,um über die runden zu kommen
nebenbei ist es in unserer Gesellschaft fast nicht mehr möglich als Alleinerziehende Mutter einen job zu kriegen-nach Erfahrung zumindest im akademischen Bereich nicht einfach.
einfache arbeiten kann man sowieso vergessen(auch wenn man will),weil die in den Händen von billigstarbeitskräften liegen.

Viele Wählerinnen und Wähler würden sich ebenfalls wünschen, dass Frau Rosenkranz mehr und länger daheimbleiben würde...

Diese Frau

duerfte gar nicht waehlbar sein, weil sie keine Demokratin ist. Ein massives Versagen der Wahlbehoerde.

Wann wird diese Mum8ie endlich einbalsamiert?

Klar Mütter die das Goldene Reichsgeburtsverdienstabzeichen tragen wollen, bleiben lieber zuhause

Ist das der offizielle Name für's Mutterkreuz?

Rosenkranz

Diese Frau ist eine Katastrophe!

Wenn sich die Rosenkränze vermehren wie ihr Lieb-Mütterchen

Dann sind wir in 50 Jahren überschwemmt von KinderKücheKirche-, Blut&Boden-Heroen.

die rosenkranzklientel hat mit kirche nix am hut, die heißen nur so...die machen sich ihre religion selbst

Auch wenn ich diese Meinung sonst nicht vertrete - DIE Frau gehört in der Küche eingesperrt.

Offensichtlich lässt sie sich aber nicht einsperren.

Da ist grad die Rotstrichlerpartie vom Votivkirchenforum hierher umgeleitet worden.

Was dazu angemessenerweise zu sagen wäre

Rindsgelee statt FPÖ!

Dosen, Franz, statt Rosenkranz.

Lieber Pickl als den Kickl.

Und so weiter und Ähnliches mehr.

Darf's auch etwas Pferd sein?

bitte sehr

Lieber Lasagne mit Pferd
als Sprüche vom bebrillten FP-Nerd

Höre ich die Sprüche vom Kickl
dann brauch ich scho wieder ein Leberwickel

Der Titel des Interviews ...

... hat mit der im Interview getätigten Aussage nichts zu tun. Er ist tendenziös verkürzt. Auch wenn Frau Rosenkranz noch so fragwürdig ist: So geht Qualitätsjournalismus sicher nicht.

aber schaun' s, da sagt sie es eh

Rosenkranz: Das muss man den Eltern überlassen. Im Wahlkampf treffe ich viele Mütter mit kleinen Kindern, die gern viel länger daheimbleiben würden, es sich aber nicht leisten können. Das ist total vernünftig, dem muss mit Geldleis tungen entsprochen werden.

Da sagt sie nur, ...

... dass sie im Wahlkampf viele Frauen trifft, die das sagen. Das ist nicht dasselbe. Das Problem ist: Die Autorin macht aus dem, was sie (eh zu Recht) für die Gesinnung der Rosenkranz hält, ein Zitat. Aber wenn das so nicht gefallen ist, ist es eben nicht korrekt und eher Kronenzeitung als Standard.

nein, nein, das ist schon ganz Standard. passt eh.

10-fach Mutter Rosenkranz weiß, was Vati kan.

tua muttersein ist wirklich ein makel

heute muss man ja mindestens metrosexuell sein, um "modern" zu sein.
aber das lästige kinderkriegen werden wir auch noch los werden, gell.
zur zeit experimentieren wir noch mit dem finanzproblem rum, aber wenn aus heisser luft kapital wird (zur finanzierung kinderarmer gesellschaften) dann beseitigen wir auch das biologische problem. gell.

Genau

Und ich treffe viele Menschen, die finden, dass die FPÖ eine Partei von betrügerischen Halsabschneidern ist. Man trifft komischer Weise in seinem Umfeld immer viele Menschen, die die eigenen Ansichten teilen. Das ist aber keine Statistik oder wertvolle Aussage. Das sollte auch die dümmste Politikerin wissen.

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