Parkpickerl in Wien: Vier SPÖ-Bezirksvorsteher gegen "Drüberfahren"

24. Februar 2013, 15:23

Rote Bezirkschefs empfehlen, bei Volksbefragung gegen Zentralisierung der Parkraumbewirtschaftung zu stimmen

Wien - Bei der Wiener Volksbefragung in knapp zwei Wochen wird u.a. darüber abgestimmt, ob die Parkraumbewirtschaftung künftig zentral vom Rathaus gesteuert werden soll. Das würde eine Entmachtung der Bezirke bedeuten, die derzeit in Sachen Parkpickerl die Entscheidungshoheit haben. Um diesen Kompetenzverlust möglichst zu verhindern, haben vier SPÖ-Bezirksvorsteher am Sonntag zu einem kurzfristig einberufenen Hintergrundgespräch geladen, um den Wienern zu raten, gegen die Zentralisierung zu votieren.

Alles andere käme einer Politik des Drüberfahrens sehr nahe, zeigten sich der Sprecher der roten Bezirke, Floridsdorfs Vorsteher Heinz Lehner, und seine Kollegen aus Simmering, Renate Angerer, aus Rudolfsheim-Fünfhaus, Gerhard Zatlokal, und aus der Brigittenau, Hannes Derfler, überzeugt. Jeder Bezirk habe seine eigenen Rahmenbedingungen, Anforderungen und Bedürfnisse, weshalb es weiterhin individuelle Lösungen geben müsse, so der Tenor. Sie riefen deshalb auf, bei der Volksbefragung zwischen 7. und 9. März bei der Pickerlfrage die Antwort B - "Es soll Lösungen für einzelne Bezirke geben (mit Berücksichtigung der Interessen der Nachbarbezirke)" - anzukreuzen.

Auch Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) hatte bereits betont, dass er beim Parkpickerl für einen Verbleib der Kompetenz bei den Bezirken plädiert. Die grüne Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou wünscht sich hingegen eine zentrale Steuerung mit dem Argument, dadurch besser eine Gesamtlösung in Sachen Parkraumbewirtschaftung umsetzen zu können. (APA, 24.2.2013)

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Werden die Wiener irgendwo über die Kosten dieses PP informiert?

Ich meine wirklich alle Kosten.
Anregung: eine Einbahntafel kostet mit allem was dazugehört ca 6000 Euro!!
Ich habs auch nicht glauben können.

Auch wenn es Österreich ist...

...aber Standard verschweigt wieder mal grüne Fehltritte:

http://www.oe24.at/oesterrei... n/96010459

Was dem Rechten sein Schmiss ist, ist dem Linken seine Jagdlizenz.

Glaubt ihr nicht, dann seht selber nach.

Grün und Jagd ein Widerspruch?

Genau in den Belangen dieses Artikels betreibt V. eine Treibjagd

JA zur Erweiterung des Parkpickerls

Das Parkpickerl gehört selbstverständlich auf ganz Wien ausgeweitet.

Es ist doch nicht einzusehen, dass die Leute nach wie vor die städtischen Parks besuchen, ohne eine Gebühr zu entrichten.
Womöglich essen sie dort auch noch eine Wurstsemmel, ein Kebap oder eine Pizzaschnitte - gratis, man stelle sich vor!

Also wäre es wünschenswert, wenn künftig alle ParkbesucherInnen ein Pickerl haben, am besten auf die Stirn geklebt.
Das erleichtert den Park-Watchers (neu zu gründende Obrigkeit) sehr schnell festzustellen, wer die ParkbesucherInnen sind, woher sie kommen und welche Sorte Klopapier sie bevorzugt einkaufen.

Und daher: ein Parkpickerl für alle ParkbenutzerInnen!

</Ironie off>

komisch...

... selten auf der hauptalle im stau gestanden und länger als eine minute einen sitzplatz in der wiese gesucht?

... wann waren sie denn das letzte mal in einem wiener park ... zuwenig zeit neben den motorisierten individualreisen?

Aber da brauchts schon eine Staffelung der Preise im Park.

Verweildauer. Was für ein Wochentag. Ob mehr in der Mitte oder am Rande des Parks. Die örtliche Lage des Parks.
Oder: hat der Park eine Wasserstelle usw.
Natürlich darf dann der Herr P. mit Pickerl für den Dehnepark nicht den Beserlpark XY aufsuchen, ohn e nochmals eine Gebühr zu zahlen

Fragt doch mal die Grünen, warum es zum Thema PP keine Volksbefragung VORHER gab.

Schreien die nicht sonst so gerne nach Basisdemokratie?
Ich darf vorgreifen: das Ergebnis einer Befragung pro&contra hätte einstimmig contra ergeben. Jetzt noch diese blöde Befragung und sich JETZT schon aufregen über einen möglichen negativen Ausgang, zeigt deutlich, was für einen Pfusch die Stadträtin da hingelegt hat.
Alleine schon dafür, gehörte sie sofort ersetzt.
Die Misere hat damit begonnen, dass sogenannte Rückbauten und Ohrwascheln tausende Parkplätze genommen hat. Jetzt irren die Suchenden um die Blöcke und behindern den Durchflussverkehr.
Weg mit diesem Schilderwald!
Es ist jetzt schon so, dass sich oft ältere Leute nimmer auskennen, wo sie parken dürfen.
Das geht eindeutig zu weit!

Die Ohrwascheln sind notwendig, weil ansonstens abens alles derartig mit Autos zugebombt wird, dass man nirgends mehr durchgehen kann.

Nicht der gesamte Einwohneranteil ist mit der bedingungslosen Opferung der Lebensqualität fürs Auto mehr einverstanden. War vielleicht einmal so, aber das kippt gerade. Wirst schon sehen wie die Stadt in 5-10 Jahren aussieht.

Das Parkpickerl...

... in der jetzigen Form wird ziemlich sicher juristisch nicht halten. Bin schon auf die Alternativen gespannt wie man den Leuten dann noch mehr Geld aus der Tasche zieht. Es ist ja für die Umwelt...

und zwar weswegen?

seit 20 jahren ist es juristisch kein problem, warum jetzt plötzlich?

Das Parkpickerl

Tja

Vor gar nicht so langer Zeit grinsten noch manche vor Vorfreude darüber, dass es die Grünen in der Stadtregierung zwischen Fundis und Realos zerreiben würde. Und bei welchem Koalitionspartner reibt es jetzt wirklich, hm?

Zuerst schreien die Bezirkspolitiker (aller Couleur!) immer sie wollen sich keine Kompetenzen wegnehmen lassen, aber wenn ein Fleckerlteppich dabei rauskommt, dann beschweren sie sich darüber dass es kein sinnvolles Gesamtkonzept gibt (ein Gesamtkonzept müßte aber zentral gesteuert werden klarerweise!). Also was jetzt? Es ist zum Haareraufen!

Vassilakou wünscht sich hingegen eine zentrale Steuerung ...

Eher "eine zentralistische" Steuerung - das sind die Kommunisten ja so gewöhnt.
Die EU bestimmt ja schließlich auch zentralistisch von Brüssel herunter. Wir kleinen Bürger haben zu zahlen und zu kuschen. Wie sollen wir Tschopperln denn auch die Segnungen erahnen, die uns da zuteil werden?

Nicht hingehen oder ungültig wählen ist jedenfalls nicht der richtige Weg. Dann bestimmen einige wenige das Ergebnis.

dieses infantile "kommunisten"-getöne

ist so dumm und ärgerlich wie die populistischen "drüberfahren" und "abzocke"-phrasen.

alle schreien immer nach "vernünftigen gesamtkonzepten" und verhindern diese dann fleissig durch kompetenzaufsplitterung und schrebergärtnerisches dagegensein.

verkehrskonzepte sind für einheiten wie wiener bezirke hirnlos. das MUSS eine gesamtlösung sein, und sogar das ist noch zu kleinräumig - die landesgrenze ist der nächste schaden.

verkehrskonzepte können auch für kleinere Bereiche sinnvoll sein.
Sie müssen nur den übergeordneten Konzepten angepasst werden, oder auf Bereiche begrenzt, die keine merklichen Auswirkungen auf andere Bezirke haben.

Und zu diesen "die keine merklichen Auswirkungen auf andere Bezirke haben" gehört deiner Meinung nach Parken dazu?? Das ist doch DAS zentrale Thema bez. Autoverkehr! Selbstverständlich gehört da auch eine großräume Lösung her. Aber die Wiener werdens erst dann begreifen wenn ihr Bezirk von Parkpickerlflüchtlingen zugebombt ist. Und dann sind natürlich die da oben schuld... LOL.

ja, und wenn man z.B. die ÖVP nach einem Gesamtkonzept fragt, kommt gebetsmühlenartig die Forderung nach dem U-Bahn-Ausbau ins Umland, ohne auch nur im geringsten irgendwelche Zahlen zu nenen bzw. wie so ein Wahnsinnsprojekt finanziert werden soll. Aber U-Bahn nach Klosterneuburg klingt halt cool und leiwand...dass das bei rationaler Betrachtung ein völliger Irrsinn ist, scheint bei der ÖVP niemanden zu interessieren.

die ÖVP ist in dieser frage generell zu

vergessen.
und die FPÖ grundsätzlich.

Sie wollen aber jetzt nicht andeuten , dass Rotgrün die Kompetenz dazu gepachtet hat?

Das wollten sie doch nicht, oder?

Von Rot-Grün kommen in der Richtung zukunftsfähige Konzepte, nicht irgendein Blödsinn der schon seit 30 Jahren raumplanerisch veraltet ist. Siehe dazu auch viele Studien der TU-Wien (nicht nur Knoflacher!!). Das da den Autofetischisten der Reis geht ist verständlich, aber deren Anteil an den Einwohnern Wiens nimmt zum Glück kontinuierlich ab!

ein städtisches Verkehrskonzept macht aber nur bezirksübergreifend Sinn, denn Verkehr geht ja in den allermeisten Fällen über die Bezirksgrenzen hinaus, was hat das jetzt schon wieder mit Kommunismus zu tun?

Fürs Parken abkassieren ist kein Verkehrskonzept - das ist ein Abzock-Konzept, mehr nicht.

ach bumsti,
das Konzept besteht eh darin, die zulässige Parkdauer zu begrenzen.

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