Drei Parteien mit einem Ziel in TV-Diskussion

SPÖ, FPÖ und Grüne: Absolute der ÖVP in Niederösterreich muss fallen - Pröll: "Klar entscheiden"

St. Pölten - Die absolute Mehrheit der ÖVP in Niederösterreich müsse bei der Landtagswahl am 3. März fallen. Darin waren sich die Spitzenkandidaten von SPÖ, FPÖ und Grünen in der TV-Diskussion des ORF-Landesstudios Niederösterreich am Sonntag einig. Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) rief im Gegensatz dazu auf, "klar zu entscheiden".

Der kommende Sonntag sei auch eine Wahl der politischen Kultur und des gegenseitigen Respekts, sagte Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Leitner (SPÖ). Es gehe darum, Ideen anderer ebenfalls zu respektieren. Falle die "Absolute" der ÖVP im Land, werde es möglich sein, "dass nie mehr spekuliert" werde. "Wir wollen investieren", so Leitner. Nicht einer solle alles bestimmen können, die Sozialdemokratie daher gestärkt werden.

"Kein faires Wahlrecht"

"Es braucht einen Bruch der absoluten Mehrheit, damit eine Korrektur eintreten kann", hielt Landesrätin Barbara Rosenkranz (FPÖ) fest. Sie verwies insbesondere darauf, dass Sicherheit ein "elementares Problem" sei. Es sei "ganz wichtig, dass die absolute Mehrheit der ÖVP gebremst wird", betonte Klubobfrau Madeleine Petrovic (Grüne). Es gebe "kein faires Wahlrecht", weil jedes Kreuz bei Pröll auch eine Stimme für die Volkspartei sei.

Der Landeshauptmann entgegnete, dass die Niederösterreicher seit 20 Jahren wüssten, "wie ich regiere, wie ich mit dem Land umgehe". Er werde "kein anderer Mensch im 21. Jahr". Daher seine Bitte um Klarheit am 3. März.

Bei der Elefantenrunde in St. Pölten nicht dabei war wie angekündigt Frank Stronach. Der für ihn bereitgestellte Sessel blieb leer. Christiane Teschl, Chefredakteurin des ORF-Landesstudios, wies zu Beginn der Livesendung noch einmal auf die Absage hin, die unter anderem damit begründet gewesen sei, dass die TV-Diskussion für Stronach "wenig Sinn" mache. (APA, 24.2.2013)

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