Chromebook Pixel: Google erleichtert Einsatz anderer Betriebssysteme

  • Linux Mint auf dem Chromebook Pixel - noch nicht vollständig überstützt, aber gegenüber früheren ChromeOS-Geräten relativ leicht zu installieren.
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    foto: bill richardson / google

    Linux Mint auf dem Chromebook Pixel - noch nicht vollständig überstützt, aber gegenüber früheren ChromeOS-Geräten relativ leicht zu installieren.

Google-Entwickler zeigt Linux Mint vor - BIOS-Änderung macht Nutzung relativ einfach

Wer bislang ein alternatives Betriebssystem auf einem von Googles Chromebooks installieren wollte, sah sich mit diversen Hürden konfrontiert. Durch die Sicherheitsmechanismen von ChromeOS ist ein solcher Prozess alles andere als trivial - ein Punkt der Google zuletzt auch immer wieder Kritik eingebracht hat.

Umdenken

Nun zeichnet sich aber ein Umdenken bei Google ab: Wie Chrome-OS-Entwickler Bill Richardson in einem Kommentar auf Google+ verrät, wurden für das eben präsentierte Chromebook Pixel Änderungen vorgenommen, die eine Installation alternativer Systeme erheblich erleichtern.

Vorgang

So gibt es nun einen Extra-Slot im BIOS, mit dem sich unverifizierte Images ausführen lassen. Richardson beschreibt dabei, wie sich ein aktuelles Linux Mint von einem USB-Stick starten lässt. Das beschriebene Prozedere ist relativ unkompliziert, verlangt aber dass das Chromebook zunächst in den Developer Modus versetzt wird, mit dem diverse Sicherheitschecks deaktiviert werden. Danach kann beim nächsten Boot über eine Tastenkombination (Strg-L) in das neue SeaBIOS gewechselt werden, in dem das Boot-Gerät ausgewählt werden kann.

Support

Damit Linux Mint tatsächlich auch auf dem Chromebook Pixel läuft, muss dann zwar noch ein Boot-Parameter angepasst werden, zudem funktioniert in Folge unter anderem das Touchpad nicht. Diese Defizite sollten aber wohl schon bald mit besserem Linux-Support für das neue Google-Gerät entfallen. Immerhin hat Google erst vor kurzem die ersten diesbezüglichen Patches an die Linux-Kernel-Mailing-Liste geschickt. (apo, derStandard.at, 24.02.13)

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