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Pinturault: "Dieser Sieg heute war sehr wichtig für mich."

Hirscher: "Ich bin sicher schon mit mehr Freude und Euphorie bei der Sache gewesen."
Garmisch-Partenkirchen - Alexis Pinturault hat am Sonntag die beiden Riesentorlauf-Giganten Marcel Hirscher und Ted Ligety besiegt. Der Franzose gewann in Garmisch-Partenkirchen in überlegener Manier, der Salzburger Gesamt-Weltcup-Sieger Hirscher wurde Zweiter (0,60 Sekunden), US-Weltmeister Ligety Dritter (0,63). Mit seinem bereits 14. Podestplatz im laufenden Weltcup-Winter baute Hirscher seine Führung im Weltcup auf 209 Punkte aus.
"Jetzt schaut es ganz gut aus. Ich habe heute, glaube ich, ganz wichtige Punkte geholt. Ich muss konstant bleiben, dann ist alles möglich", meinte Hirscher, der nach einer Magen-Darm-Erkrankung "zu 99 Prozent" fit war, zur Ausgangslage. Hirschers schärfster Herausforderer Svindal zeigte aber mit Rang sechs ebenfalls eine starke Riesentorlauf-Darbietung.
Und nun ist Svindal am Ball. Denn der Weltcup-Tross übersiedelt in Svindals Heimat Norwegen, und in Kvitfjell steht ein Speed-Doppelpack mit einem Super-G am Samstag und einer Abfahrt am Sonntag auf dem Programm. Für Hirscher, der nicht nach Kvitfjell reist, wird es dann wieder am 9. und 10. März mit einem Riesentorlauf und einem Slalom in Kranjska Gora ernst.
Am Samstagabend hatte Hirschers Start sogar noch gewackelt. Doch ein Tipp seines deutschen Freundes Felix Neureuther, der in Garmisch daheim ist, brachte noch die Wende. "Felix hat mir seinen Spezialisten empfohlen. Und der hat mich mit Osteopathie behandelt, so war ich heute bei Kräften. Irgendwie kann ich aber gar nicht glauben, dass ich Zweiter geworden bin", berichtete Hirscher.
Die Nachwehen der substanzraubenden Heim-WM sind beim 23-jährigen ÖSV-Star nicht zu übersehen. "Ich fühle mich bescheiden. Die Kraft geht mir nicht aus, aber ich bin sicher schon mit mehr Freude und Euphorie bei der Sache gewesen. Ich habe alles in die WM investiert." Bis Kranjska Gora will Hirscher nun den Akku aufladen. "Jetzt freue ich mich auf die nächsten zwei Wochen, wenn ich mich erholen kann. Dann möchte ich wieder voll angreifen."
Im Gegensatz zu Hirscher ist Pinturault bei der WM in Schladming leer ausgegangen. Dafür durfte sich der 21-Jährige nun in Garmisch über seinen vierten Weltcup-Sieg freuen, im Riesentorlauf war es überhaupt sein Erster. "Leider hab ich die WM-Medaille verfehlt. Aber ich wollte mit Vollgas weitermachen, dieser Sieg heute war sehr wichtig für mich", meinte Pinturault.
Der am Sonntag drittplatzierte Ligety hat im Riesentorlauf-Weltcup weiter recht deutlich die Nase vorne. Zwei Rennen vor dem Ende hat der US-Amerikaner 105 Punkte mehr als Hirscher auf dem Konto.
Lokalmatador Neureuther war auf dem besten Weg, deutsche Skigeschichte zu schreiben. Als er zur Halbzeit führte, wurden bereits die Ski-Geschichtsbücher aufgeschlagen, denn der erste und bisher einzige Riesentorlauf-Sieg eines Deutschen gelang Max Rieger vor fast genau 40 Jahren am 2. März 1973 in Mont Sainte-Anne. Im Finale fiel Neureuther dann aber auf Rang zwölf zurück.
"Mir ist leider an der dümmsten Stelle ein blöder Fehler passiert. Das ärgert mich schon sehr, aber das hilft eh nichts. Ich hab zumindest gezeigt, dass ich auch im Riesentorlauf ganz vorne mitfahren kann", erklärte der Deutsche, der vor einer Woche im WM-Slalom-Spektakel Silber hinter Hirscher geholt hatte.
Zweitbester Österreicher war Philipp Schörghofer als Achter, Marcel Mathis folgte auf Rang neun. Punkte gab es auch für Christoph Nösig (20.), ausgeschieden sind hingegen Hannes Reichelt, Benjamin Raich und Matthias Mayer. (APA, 24.2.2013)
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chapeau, hirscher ist einfach ein beißer. ich glaub, dass er den gwc wieder gewinnen wird.
nochwas: hab den eindruck, dass die momentanen siegertypen bei den technikern untereinander ziemlich gut auskommen. der maier hätte dem eberharter früher nicht aufmunternd auf die schulter geklopft nach einem fehlerhaften zweiten durchgang, so wie hirscher und ligety heute beim neureuther ;))
vielleicht liegt es auch daran, dass in den schnellen bewerben das risiko viel höher, und jeder starter aus dem grund auch mehr bei sich selber ist. nervlich verlangen abfahrt und superG welten mehr als slalom und rs. streif ist eher die veranstaltung für die "harten"
das unfallrisiko mag in den schnellen bewerben höher sein, aber dass sl und rtl nervlich weniger verlangen, dem stimme ich nicht zu. fahr mal vor 40 000 heimischen fans einen slalom, dutzende richtungsänderungen, dutzende möglichkeiten, auszufallen. wenn du zb am ganslern gewinnst, bist du auch 'hart'.
dass es am start in den schnellen disziplinen einzig und alleine um die eigene haut geht, und das wiegt schwerer als alle fans der welt. das spürt man - ich schaue mir viele weltcuprennen vor ort an - immer direkt an der strecke mit ski und nicht im ziel bei der party. fehler in einer abfahrt bezahlt ein starter im besten fall mit schmerzen, da bleibt wenig raum für gute laune. ich behaupte gar, dass der preis, den ein teilnehmer zu zahlen bereit sein muss, in kaum einem sport so hoch ist. ich kann jedem nur empfehlen, sich ab neun uhr früh am start an hahnenkamm oder lauberhorn einzufinden, und zu beobachten, was sich dort abspielt. mein tiefster respekt jedem einzelnen, der sich dort in der nähe der ideallinie aufhält!
wenn ich das so dramatisch ausdrücken darf. Diesbezüglich könnte man dem Vorposter recht geben. Aber grundsätzlich sind die Österreicher verkrampfte ÖSV Maschinen. Ein Guay und ein Svindal stehen auch nicht so verkrampft am Speedstart.
Zur Verteidigung muss man sagen, dass der Weg an die Spitze in Österreich durch derart viel Konkurrenz gepflastert ist, dass die Tendenz besteht ein verbissener Hund zu werden.
die fahrer sind auch von der persönlichkeit her unterschiedlich, und der punkt ist genau der, dass ein ausfall in sl und rs "einfach passieren kann". den höchsten druck haben sicher die österreicher auf der streif. das ist unvorstellbar und wird auch immer mehr, da seit walchhofer keiner mehr dort gewonnen hat. lauberhorn hatte mit defago, janka und feuz die letzten jahre wieder schweizer sieger.
dieses jahr in kitz haben zB reichelt, franz und theaux am start mit fans geredet, svindal aber nicht. cuche, maier und eberharter gaben fast nie autogramme, knaus und zurbriggen eigentlich immer so weit ich das gesehen habe. so zuwider sind die ösv-fahrer auch wieder nicht.
es folgen noch:
- kvitjell mit abfahrt und super-g
- kranjska gora: RTL
- maribor: RTL
sowie das weltcupfinale mit allen 4 disziplinen
sieht wirklich nicht schlecht aus für den gesamtweltcup.
hoffentlich wird hirscher aber dann mal endlich wieder gesund - dauernd angschlagen fahren zu müssen geht auf die substanz.
Der Pinturault macht eine aehnliche Karriereentwicklung wie der Hirschi..... der kann wirklich verdammt gefaehrlich werden.... hoffe, der Hirschi wird in Zukunft dagegen halten koennen........ mit nur zwei Disziplinen wird es aber wohl ganz schwer werden den GWC auch in Zukunft zu gewinnen. Und wenn er es heuer noch einmal schafft, dann dank dieser WIRKLICH UNGLAUBLICHEN Podestserie!
Wenn Pinturault fehlerfrei herunterkommt, ist er immer gefährlich. Ich sehe auch Parallelen zu Hirscher, im nächsten Jahr schon müssen sich alle warm anziehen, glaube ich. Hoffe auch, dass ihm Hirscher entgegentreten kann,der Bursche wird brandgefährlich im Gesamtweltcup. Ein unglaubliches Talent.
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