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So sonnig wie in diesem Bild ist es um den Baukonzern derzeit eher nicht bestellt.
Wien/Wals - Die Gläubiger-Banken haben im Poker um die Rettung des Baukonzerns Alpine zuletzt den Druck auf den Mit-Gläubiger Coface erhöht. Sie wollen den französischen Kreditversicherer unbedingt für die Sanierung ins Boot holen. Ohne ihn ist die notwendige 95-prozentige Zustimmung zum Sanierungsplan nicht erreichbar. Die Gläubigerbanken schickten Coface einen vierseitigen Brief. Es ist von einer "sensiblen Situation" die Rede: "Die Zukunft der Alpine liegt im Grunde in Händen von Coface."
Coface wird gebeten, an der "Prolongation des Stillhalteabkommens teilzunehmen".
Die Alpine Gruppe, ihr Eigner FCC, die Umstrukturierungsberater - "alle sind davon überzeugt, dass das Sanierungskonzept ausführbar ist" und so "ernsthafter Schaden" zu verhindern sei, heißt es im Brief. Verwiesen wird auf einen positive Fortbestehensprognose von PwC und Boston Consulting.
Verzichte von Gläubigern seien aber nötig. Es sei "unmöglich die Sanierung umzuzusetzen, wenn Coface nicht mit seinem Anteil mitzieht". Ohne Coface würden alle Kreditgeber der Alpine "auf härtestem Wege" getroffen werden.
Man verstehe noch gegebene Vorbehalte bzw. die "Reserviertheit" der Franzosen, versucht sie dann mit Argumenten, wie beispielsweise jenem, dass die Alpine 15.000 Mitarbeiter (davon 7.500 in Österreich, Anm.) beschäftigt, von einem Mitziehen zu überzeugen. Schließlich bedankt man sich für die "bisherige Kooperation" und bittet um "möglichst rasche" Unterschrift unter das Sanierungskonzept.
Die "Salzburger Nachrichten" berichteten indes (Samstag-Ausgabe), dass sich in Oberösterreich und Salzburg bereits eine Investorengruppe rund um den früheren Alpine-Chef Dietmar Aluta-Oltyan bilde und Teile des Baukonzerns bei Scheitern der Sanierung kaufen wollen. Zudem seien "überraschende Punkte aufgetaucht, die die Zukunft von Alpine wieder unsicherer erscheinen lassen", sagte ein Bankenvertreter zum Blatt.
Die "Salzburger Nachrichten" berichten zudem, dass "um den Ernst der Lage zu dokumentieren", eine Alpine-Delegation am Freitag bei Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) vorsprach. Das Wirtschaftsministerium bestätigte einen Kontakt.
Die Firmenvertreter verwiesen laut Zeitung darauf, dass es im Fall einer Insolvenz von Alpine nicht nur um die in Österreich beschäftigten 7.500 Konzernmitarbeiter gehe, sondern auch um rund 1.500 Subunternehmer sowie etwa 1.000 Zulieferbetriebe, die von Geschäften des Baukonzerns wesentlich abhängig seien. In Summe gehe es um 15.000 bis 20.000 Jobs in Österreich.
In Sachen Bundeshaftungen geht es laut "Wiener Zeitung" (Samstag) um 47 Mio. Euro - ein Drittel von rund 150 Mio. Euro, die in den Krisenjahren als Haftungen eingegangen worden waren. Laut Blatt weigere sich das Finanzministerium mitzuziehen, was auf das EU-Beihilfenrecht zurückzuführen sein dürfte.
Ein Alpine-Sprecher sagte lediglich: "Es wird verhandelt." Der spanischen Alpine-Mutterkonzern FCC reagierte nicht auf Anfragen. (APA, 23.2.2013)
Der Baukonzern will ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung, die Fortführung des Unternehmens ist beabsichtigt
Der 100-Prozent-Eigentümer hat sich sein Engagement beim zweitgrößten Bauunternehmen in Österreich viel Geld kosten lassen
In 50 Jahren ging es vom kleinen Baumaschinenhandel zum Baukonzern
Die Gesellschaft bekommt kein weiteres Geld von den Gläubigern, ihre Anleihen werden nicht mehr gehandelt. Nun wackeln 15.000 Jobs
Verkauf der Töchter wird verschoben
Im ersten Quartal 2013 sorgen Sanierungskosten und schlechtes Wetter für ein Ergebnis unter den Erwartungen
Der spanische Baugigant FCC, dem die Alpine gehört, will Guggenheim als Partner zur Finanzierung auslaufender Kredite
Der spanische Mutterkonzern habe sich bisher an alle Abmachungen gehalten und werde auch weiterhin dazu stehen
Denn wenn was gebaut wird, dann brauchtman einen Baifirma und Bauarbeiter. Und Lieferanten und Subunternehmer.
Haltwelche, die nicht sofortin den Konkurs gehen, nachdem sie den Markt durch Billigstangebote unter der Gewinnmarge zerstört haben.
Die Mehrheit der Arbeitnehmer würde sicher woanders unterkommen, weil ja das Bauvolumen im Inland nicht von der Existenz von Alpine abhängt.
Aber ein Teil der Arbeitsplätze würde verloren gehen, insbesondere jene, die es mit dem Alpine-Auslandsgeschäft zu tun gehabt haben.
Das sind aber nur ein Bruchteil dessen. Wobei, die sind sowieso weg, wenn die Alpine weitermacht, will sie sich von allen Auslandsaktivitäten trennen.
Ich sehe sehr wenige Arbeitslose, und die notwendige Marktbereinigung bei einer Pleite der Alpine.
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