Radioaktiver Abfall sickert aus Tanks in US-Atommülllager

Die Anlage im Nordwesten der USA geht auf den Bau der ersten Atombombe zurück

Seattle - In einem der ältesten Atommülllager der USA sickert radioaktive Flüssigkeit aus sechs unterirdischen Tanks in den Boden. Jay Inslee, Gouverneur des Staates Washington, und das Energieministerium erklärten, eine Gefahr für die Gesundheit von Menschen bestehe nicht. Betroffen ist die Hanford Nuclear Reservation, die 1943 im Rahmen des Manhattan-Projekts zum Bau der ersten Atombombe gegründet wurde.

Schätzungen zufolge treten dort je nach Tank zwischen knapp 70 Liter und 1.100 Liter pro Jahr aus. Dies werfe die Frage auf, wie es um die Sicherheit aller etwa 150 Tanks bestellt sei, sagte Inslee.

Milliardenteure Aufräumarbeiten

Einem Bericht von USA Today zufolge befinden sich in den Tanks insgesamt 200 Millionen Liter an hoch-radioaktivem Abfall. Knapp vier Millionen Liter davon sollen bereits ausgeronnen sein. Auf dem Gelände mit einer Fläche von rund 1.500 Quadratkilometern wurde noch bis 1989 mit Plutonium gearbeitet. Die milliardenteuren Aufräumarbeiten dürften sich noch Jahre hinziehen. (APA/Reuters/red, 23.2.2013)

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Gibt es denn... ein Katastrophenausmaß... bei dem die "Behörden" nicht beruhigen würden?

Wenn die Behoerden sagen "Keine Gefahr"

dann empfehle ich "Aktion Rollschuh".

Interessant ist in diesem zusammenhang auch, dass sogar der Artikel auf Orf.at

Um einiges Informationsreicher und dabei sogar weniger "tendenziös" ist.
http://www.orf.at/stories/2... 2/2168244/

Und noch was Geschichtlich interessantes aus der zeit als wir noch nicht mal die Kernspaltung kannten, aber dafür die heilenden Effekte geringer Dosen Radioaktiver Strahlung(Hormesis) Effekt offenbar schon besser bekannt waren als es diese heute sind: "Romance of Radium" ;)
http://atomicinsights.com/2013/02/r... adium.html

hypothesen, pseudeowissenschaft, esoterik

wenn sie sich bestrahlen lassen wollen, machen sie es halt. jemanden etwas potenziell gesundheitsschädliches aufzuzwingen (durch atommülllecks) und es dann noch gut zu reden (is doch so supa für ihre gesundheit ,das wussten doch schon unsere ahnen!) ist widerwärtig und ähnelt propaganda

1937 gab es noch keine Atommüllleks weil es noch garnkeine Atomreaktoren gab.

Der Prinzipielle Mechanismus der Kernspaltung wurde erst 1 Jahr später entdeckt.
Und ja, zu den Hormesiseffekten gibt es eine Menge ernstzunehmender Daten und Veröffentlichungen. Auch aus der Krebstherapie. -Brauchen Sie eine Liste?

p.s. uns nein, das war nicht auf diese Lecks bezogen, diese sind für sich genommen natürlich keinesfalls gut. Aber die Ursachen dafür gehen auch auf eine Zeit zurück als sicher die meisten der Amerikanischen Bürger die A-Bombe haben wollten und wenig Zeit vorhanden war um Erfahrungen mit Strahlenschutz und Wiederaufarbeitungen zu machen: Die USA waren damals im KRIEG mit Nazi-Deutschland!

...

zum Thema Atom könnte man noch den Film "Unter Kontrolle eine Archäologie der Atomkraft" empfehlen

Auf dem Bild links oben sehe ich sehr viele Steinblöcke, wie auf einem Friedhof. Kann das sein?

Leuten, die Atomenergie befürworten, ist einfach nicht zu helfen.

Hier handelt es sich um die Überreste der Waffenproduktion. Haben Sie das nicht gelesen?

Atommüll !! Woher der kommt ist völlig unerheblich.

Für uns und die nächsten 4000 Generationen wird's sauteurer und/oder gefährlich.

Also auch keine Medizinischen-Strahlentherapien mehr, keine Materialprüfung und

keine Grundlagenforschung?! Und dafür Kohlekraftwerke für die nächsten 500Jahre(bis dahin reichen unsere Kohlevorräte und unser Planet ist dann unbewohnbar)!
Hach muss das einfach sein: Einfach das Hirn abschalten und den Zeugen Jehovas, den Taliban oder der Antiatomkirche folgen. -Da sind ja sogar die Amish-People noch ehrlicher(obwohl diese Kunstdünger benützen!)

Grundlagenforschung schaut anders aus ;-p

Na - Schweigen?

Wissen'S ich mache manchmal was anderes, als im Standard zu posten.

Außerdem macht es wenig Spaß, auf reine Polemik einzugehen. Hätten wir nur den (schwach radioaktiven und mengenmäßig geringen) Atommüll aus der Nuklearmedizin, dann hätten wir keine wirklichen Probleme.

Wenn Sie diesen Unterschied nicht selber wissen, dann informieren Sie sich, oder lassen Sie es. Mir ist eine Diskussion auf diesem Niveau zu blöd.

Und das Wettrüsten des Kalten Krieges ohne Rücksicht auf die Umwelt (beginnend schon vorher mit dem Manhattan-Project für WWII) ist wohl auch kaum mit der friedlichen Nutzung der Atomkraft zu vergleichen.

Klar, nur der schwach radioaktive Atommüll aus der Nuklearmedizin. Schön, so ein Halbwissen, nicht?

Natürlich ist, das, was im Krankenhaus anfällt nur schwach radioaktiv. Aber die Herstellung mancher Isotope ist alles andere als umweltfreundlich. Und Sie wollten doch nicht differenzieren, ganz nach dem Motto Atommüll ist Atommüll. Jetzt beschweren Sie sich, dass das nicht Ihrem Niveau entspricht? Tja...

Dass das was in Krankenhäusern genützt wird nur "schwach Radioaktiv" wäre ist

sowieso ein nicht haltbarer Unfug. Das Zeug wird ja (abgesehen von einigen Bildgebenden Untersuchungsverfahren) meist dazu verwendet Krebsgeschwüre mit Strahlung umzubringen. Übliche Organdosen dabei liegen im Bereich von ~2Gy/Tag, die Dosen sind also sogar AUSSERODENTLICH hoch.
Nur von der Halbwertszeit ist es eventuell meist harmloser. Das meiste was dort verwendet wird ist nach einigen Monaten recht harmlos. Co60 hat allerdings z.b. auch 5,5Jahre Halbwertszeit, und viele dieser Isotope müssen nachwievor in Reaktoren hergestellt werde, damit fällt dort alles an "Dreck" an das in großen Reaktoren auch anfällt(nur halt in kleineren Mengen).

Mir ist das klar, aber hier sind eben Leute der Meinung, dass Atommüll Atommüll ist und die Herkunft unerheblich ist. Tja...

Alles klar. D.h. Sie geben mir Ihr Ehrenwort, dass Sie auf jede Form der Nuklearmedizin verzichten? Immerhin ist Atommüll Atommüll und woher der kommt, ist völlig unerheblich? Sie wollen ja keine Generationen nach Ihnen belasten...

Seien Sie sich da nur nicht so sicher, dass das was helfen würde:

Zeugen Jehovas nehmen ja auch ums verrecken keine Blutspende an. -Dass die mit solchen "Glaubensgrundsätzen" auch Ihre unmündigen Kinder umbringen -oder die Antiatomtaliban den Rest der Menschheit genauso ins Medizinische und Energiewirtschaftliche Mittelalter mitreißen wollen -mein Gott, da muss man dann schon etwas tolerant sein, oder? Wäre ja noch schöner wenn man zu Menschenfeindlichem Schwachsinn auch "Menschenfeindlicher Schwachsinn" sagen dürfte!?

Wobei es mir gar nicht um für oder gegen Atomkraft geht.

Aber aus den Überresten der Atomwaffenproduktion auf die Atomkraft zu schließen, finde ich schon sehr gewagt. Überall wo radioaktive Stoffe vorkommen gleich ein Atomkraft-Thema zu sehen, finde ich eines Lesers einer Qualitätszeitung nicht würdig. Man hat es ja auch bei Artikeln zum Forschungsreaktor im Prater gesehen...

Man muss schon bedenken, dass das in den 40er-Jahren des vorigen Jahrhunderts geschah. Was da bei uns so geschehen ist, braucht man hoffentlich nicht sonderlich erklären...

Das Problem liegt nur leider beiweitem nicht nur bei den Lesern, sondern den

"ehrenwerten" JournalistInnen und HerausgeberInnen.
Einordnung: Atomenergie
Überschrift: "Radioaktiver Abfall sickert aus Tanks in US-Atommülllager"
Dass das ganze eine uralte und längst Stillgelegte Rüstungsanlage ist wird gerade mal in einem Nebensatz erwähnt. Dafür ist aber auch sonst nicht viel echte Info im Artikel. Da hat mal der orf.at Artikel den Standardartikel in Bezug auf Informationsgehalt und seriöse Präsentation eindeutig deklassiert. Ob der Standard also überhaupt noch Wörter wie "Qualität" in den Mund nehmen sollte ist da wohl sehr fraglich.

Durchaus richtig, aber man darf nicht vergessen, dass die Atomenergie immer sehr stark mit der Rüstung und dem Kalten Krieg verwoben war.

Es ist wichtig dies zu verstehen, denn es hat Auswirkungen auf heute.

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