Fast 80 Tote: Blutigste Gefechte seit Beginn der Mali-Intervention

24. Februar 2013, 12:49
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Soldaten aus dem Tschad unter den Toten - Angeblich 65 Opfer aufseiten der Rebellen - USA schicken Drohnen und Soldaten in Nachbarland Niger

N'Djamena/Bamako/Washington - Schwerer Schlag für die Verbündeten Malis im Kampf gegen die Islamisten: Bei Gefechten mit den Rebellen im Norden des afrikanischen Krisenlandes sind am Freitag 13 Soldaten aus dem Tschad ums Leben gekommen. Mindestens 65 Islamisten seien bei den Kämpfen im Ifoghas-Gebirge an der Grenze zu Algerien getötet worden, erklärte der Militärchef des zentralafrikanischen Landes, General Zakaria Gobongue. Der Tschad stellt mit etwa 2.000 Mann das größte Kontingent unter den afrikanischen Truppen, die in Mali im Einsatz sind. Die USA, die weitere Soldaten nach Niger entsandten, erwägen indes nach Medienberichten, von dort Drohen nach Mali zu schicken.

Ein malischer Armeesprecher sagte der Nachrichtenagentur dpa am Samstag, die Extremisten hätten einem Zweig des Terrornetzes Al-Kaida und der islamistischen Gruppe Ansar al-Dine angehört. "Die Situation ist kritisch, aber die Moral unserer Truppen ist gut", erklärte er. "Das ist das Wichtigste." Viele Islamisten hatten sich nach Beginn der malisch-französischen Militäroffensive am 11. Jänner in die schwer zugängliche Region zurückgezogen. Sie waren zuvor von den Streitkräften weitgehend aus den großen Städten der Region - Gao, Timbuktu und Kidal - vertrieben worden.

Heftige Kämpfe seit Mittwoch

Bereits am Mittwoch und Donnerstag waren in Gao heftige Kämpfe zwischen Extremisten und Streitkräften entbrannt. Dabei kamen nach Angaben malischer Medien mindestens 16 Rebellen ums Leben. Sechs malische Soldaten wurden bei den Gefechten verletzt.

Inzwischen entsandte die US-Regierung weitere Soldaten ins Nachbarland Niger, um die französischen Truppen in Mali im Kampf gegen die Islamisten zu unterstützen. Am Mittwoch seien dort 40 US-Soldaten neu eingetroffen, teilte Präsident Barack Obama am Freitag dem Kongress in Washington mit. Damit seien jetzt etwa 100 US-Soldaten in Niger stationiert.

Die Amerikaner seien zu ihrem Schutz bewaffnet, würden aber lediglich für Aufklärungsaufgaben eingesetzt. Der "Washington Post" und dem Sender NBC zufolge sollen sie in Niger einen Stützpunkt betreiben, von dem aus unbewaffnete Drohnen vom Typ "Predator" nach Mali geschickt werden können. Die Medien beriefen sich dabei auf Beamte des US-Verteidigungsministeriums. (APA, 23.2.2013)

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    Ein französischer Soldat bei Kämpfen in Gao.

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