Kundgebung gegen Präsident Mursi in Port Said

22. Februar 2013, 22:51
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Gerechtigkeit für getötete Demonstranten gefordert

Kairo - Hunderte Menschen haben in der ägyptischen Stadt Port Said gegen den islamistischen Staatschef Mohammed Mursi protestiert. Die Menge forderte zudem Gerechtigkeit für mindestens 40 bei Auseinandersetzungen mit der Polizei im Jänner getötete Demonstranten, wie Augenzeugen am Freitag berichteten. Für den Tod der Demonstranten machten sie das Innenministerium verantwortlich. Die Ausschreitungen waren nach der Verurteilung von 21 Fußballfans aus Port Said ausgebrochen. Die Fußballanhänger waren Ende Jänner wegen ihrer Beteiligung an tödlichen Krawallen im vergangenen Jahr zum Tode verurteilt worden.

Die Unruhen hatten sich im Februar vergangenen Jahres in Port Said nach dem Ende eines Spiels zwischen der Heimmannschaft Al-Masry und dem aus Kairo kommenden Tabellenführer Al-Ahly ereignet. Nach der Niederlage der Heimmannschaft stürmten Al-Masry-Anhänger das Spielfeld und bewarfen die Fans von Al-Ahly mit Steinen und Flaschen. Mehr als 70 Menschen wurden getötet, zudem lösten die Krawalle blutige Proteste und Unruhen in Kairo aus, bei denen weitere Menschen starben. (APA, 22.2.2013)

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