Historische Missionen für Maze und Rolland

22. Februar 2013, 14:33
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Slowenin könnte sich in Meribel vorzeit die große Kugel sichern. Weltmeisterin Marion Rolland hofft auf Heimsieg.

Die designierte Gesamt-Weltcup-Siegerin Tina Maze und die frisch gebackene Weltmeisterin Marion Rolland könnten am Samstag in der Abfahrt in Meribel alpine Ski-Weltcup-Geschichte schreiben. Für Rolland geht es um den ersten Heimsieg einer Französin seit 41 Jahren - zuletzt gewann Jacqueline Rouvier in Val d'Isere im Dezember 1971 -, und Maze möchte mit der Salzburgerin Petra Kronberger (1990/91) und der Kroatin Janica Kostelic (2005/06) gleichziehen und als erst dritte Skirennläuferin in einer Saison Siege in allen fünf Disziplinen feiern.

Trainingsbestzeit für Sterz

Maze konnte im Abschlusstraining am Freitag wieder ihre Top-Form unter Beweis stellen und landete 0,49 Sekunden hinter der Tirolerin Regina Sterz, die mit 1:42,43 die Schnellste war. Auch Julia Mancuso(+0,78 Sek.) zählt nach dem Training zum engeren Favoritenkreis, da sie wie die sechstplatzierte Rolland (+1,11) im unteren Teil stark nachließ.

Tina Maze hält bei 17 Podestplätzen in diesem WM-Winter, womit ihr nur noch einer auf die Bestmarke der Liechtensteinerin Hanni Wenzel (1979/80) und der Schwedin Pernilla Wiberg (1996/97) fehlt. In der Super-Kombination am Sonntag zählt die 29-jährige Vizeweltmeisterin ebenfalls zu den Top-Favoritinnen und könnte sich bereits neun Rennen vor Schluss erstmals zur Weltcup-Gesamtsiegerin krönen, vorausgesetzt sie verlässt Meribel mit mehr als 900 Punkten Vorsprung auf ihre erste Verfolgerin Maria Höfl-Riesch. 

Maze fast nicht mehr einzuholen

Die zweitplatzierte Deutsche die im letzten Training Siebente (+1,27) wurde, hat bereits 888 Punkte Rückstand auf die Saison-Dominatorin und den Gesamtweltcup bereits abgeschrieben: "Das ist doch schon alles klar. Bei elf noch ausständigen Rennen und fast 900 Punkten Vorsprung, was soll man da noch machen." Maze fühlt sich in Meribel sehr wohl und ist noch immer voller Ehrgeiz: "Ich habe eine Supersaison gehabt und will nun auch noch um die Abfahrt-, Super-G- und Slalom-Kugel kämpfen."

ÖSV-Damen hoffen auf Wiedergutmachung

Für Österreichs Damen geht es in der Meribel-Abfahrt dagegen um Wiedergutmachung für das schwache Abschneiden bei der Heim-WM in Schladming, wo Sterz ebenfalls mit Trainingsbestzeiten aufgezeigt, dann aber nur Rang 18 belegt hatte. "Es schaut sehr gut aus. Ich hoffe, dass ich meine Trainingsleistung jetzt endlich auch einmal im Rennen umsetzen kann", sagte Sterz und ließ eine Kampfansage Richtung Rolland folgen: "Drehen wir morgen den Spieß um und gewinnen bei ihr daheim!"

Hosp und Kirchgasser angeschlagen

Die 27-Jährige war die einzige ÖSV-Dame in den Top Ten, allerdings musste Anna Fenninger die letzte Übungsfahrt wegen einer leichten Erkrankung auslassen. Die Salzburgerin wird jedoch im Gegensatz zu den nach der Heim-WM ebenfalls angeschlagenen Medaillengewinnerinnen Nicole Hosp und Michaela Kirchgasser die Spezialabfahrt bestreiten.

In der Super-Kombination stehen die Chance auf ÖSV-Podestplätze viel besser. Als aussichtsreichste Österreicherin gilt erneut die WM-Dritte und Teamweltmeisterin Hosp. "Vom Kopf her bin ich nach der WM absolut auf der Euphoriewelle, aber körperlich verfolgt mich die Grippewelle", gab die 29-jährige Tirolerin nach Platz 24 im Training zu Protokoll. "Ich bin überhaupt nicht fit, muss in der Abfahrt passen und meine Kräfte für Sonntag sparen."

Kirchgasser stapfte nach Rang 43 hüstelnd durchs Zielgelände: "Ich wollte die Abfahrt in Angriff nehmen, aber so hat das gar keinen Sinn, sonst ist auch der Sonntag-Start gefährdet. Ich schaue, dass ich mich wieder 'fitschlafe' und hoffe, dass es dann am Sonntag funktioniert."

Weltmeisterin Höfl-Riesch könnte mit einem Sieg ihre bereits fünfte Super-Kombi gewinnen. Das hat im Weltcup bisher nur die verletzte US-Amerikanerin Lindsey Vonn geschafft. Allerdings hat Höfl-Riesch bishernoch nie in ein Weltcup-Triumph in Frankreich gefeiert. (APA, 22.2.2013)

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    Die Slowenin hat in der Gesamtweltcup-Wertung 888 Punkte Vorsprung.

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