Hack: HDCP-Kopierschutz lässt sich leicht umgehen

22. Februar 2013, 10:33
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Entwickler veröffentlicht Anleitung: Einfache Hardware, ein paar Zeilen Code

Mittels "High-Bandwidth Digital Content Protection" (HDCP) hofft die Unterhaltungsbranche eigentlich digitale Bildübertragungen per HDMI, DisplayPort und Co. vor dem Zugriff zu "sichern" - und so eine wichtige Quelle für die Erstellung von Kopien abzudichten. All den gewohnt großmundigen Versprechungen der Industrie zum Trotz lässt sich aber natürlich auch solch ein System aushebeln, wie einfach dies gehen kann, zeigt nun der Hacker Adam Laurie in einem Blog-Eintrag.

Grundlagen

Ausgangspunkt des Hacks ist ein HDCP-Master-Key, der schon im Jahr 2010 bekannt wurde. Damals ist Chip-Hersteller Intel noch davon ausgegangen, dass diese Information für die breite Masse nutzlos ist, da dieser nur in Kombination mit teurer Hardware zur Erstellung eines passenden Schlüssels für ein einzelnes Gerät genutzt werden kann. Dies stellt sich nun als Fehleinschätzung heraus: Lauries Hack benötigt lediglich einen einfachen Kabeladapter und ein paar Zeilen Code. Aus dem Master Key können so in Folge einzelne HDCP-Gerätekeys erstellt werden.

Disclaimer

Wer wirklich Kopien von digitalen Datenträgern wie Blu-Ray erstellen will, dem stehen natürlich seit einiger Zeit andere, praktikablere Möglichkeiten zur Verfügung. Trotzdem zeigt der Hack natürlich, wie anfällig jedes vermeintlich noch so sichere System für Attacken ist. (red, derStandard.at, 22.02.13)

  • Ein einfacher Umstecker, ein paar Zeilen Code - fertig ist der Hack.
 
    foto: adam laurie

    Ein einfacher Umstecker, ein paar Zeilen Code - fertig ist der Hack.

     

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