Influenza-Impfung wird allen Altersgruppen empfohlen

22. Februar 2013, 10:01

Die Zahl der Influenza assoziierten Todesfälle ist in der Gruppe 25- bis 59-jährigen angestiegen

Wien - Die Grippewelle in Österreich hat jetzt ihren Höhepunkt erreicht. Bis dato gab es allerdings keine detaillierte Untersuchung, wie viele Menschen in Österreich tatsächlich an den Folgen einer echten Grippe sterben. Unter der Leitung von  Theresia Popow-Kraupp vom Department für Virologie der Medizinischen Universität Wien, wurden nun für den Raum Wien Zahlen für die Pandemie 2009 im Vergleich zu den saisonalen Grippewellen in verschiedenen Altersgruppen erhoben.

Im Verlauf der jährlichen Grippewellen versterben im Raum Wien durchschnittlich 316 Personen an einer Influenza. "Auf Österreich hochgerechnet sind das durchschnittlich 1.300 Fälle pro Jahr," sagt Popow-Kraupp. Üblicherweise sind ältere Personen stärker von schweren Verlaufsformen der Grippe betroffen und daher die Hauptzielgruppe für die Influenzaimpfung.

Im Fall der Pandemie in der Saison 2009/2010 war das jedoch anders: "Das seit 2009 zirkulierende Influenza A H1N1-
Virus ist ein direkter Nachfahre des Pandemievirus von 1918, das relativ unverändert bis in die frühen 50-iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts zirkulierte. Ältere Menschen hatten daher schon Kontakt mit diesem Virus und waren somit vor schwer verlaufenden Infektionen mit dem H1N1 2009 Virus großteils geschützt", so Popow-Kraupp.

Keine Alternative

Zum Vergleich: In der Altersgruppe der über 60-jährigen verstarben während saisonaler Influenza-Epidemien im Raum Wien durchschnittlich 275 Menschen an einer Influenza, während der Pandemie 199. Dagegen stieg die Zahl der Influenza assoziierten Todesfälle in der Altersgruppe der 25- bis 59- jährigen von durchschnittlich 35 im Verlauf saisonaler
Grippewellen auf 47 während der Pandemie.

"Das zeigt, dass nicht nur alte und kranke Menschen durch eine Influenzavirus Infektion gefährdet sind, sondern auch
Jüngere," sagt Popow-Kraupp und ergänzt: "Zur Zeit gibt es keine Alternative zur saisonalen Impfung".

In der angeführten Studie erfolgte die Bestimmung der Influenza assoziierten Todesfälle mit Hilfe eines mathematischen Modells, basierend auf den täglichen Todesfallzahlen der Statistik Austria der Jahre 1999 bis 2010. In diesem Modell wurden die Daten des österreichweiten Überwachungsnetzwerkes für Influenzaviren des Departments für Virologie, das als nationales Referenzlabor der WHO fungiert, sowie die Daten der Respiratory syncytial Virus (RSV)-Zirkulation berücksichtigt. 

RSV verfälscht Zahlen

RSV tritt sehr häufig gleichzeitig mit den Influenza-Viren in der kälteren Jahreszeit auf und verursacht unter anderem Influenza-artige Erkrankungen mit Todesfällen, vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern. Daher kann RSV die Berechnung der Influenza assoziierten Todesfälle verfälschen. Popow-Kraupp: "Die Berücksichtigung der RSV-Aktivität
ist deshalb für eine möglichst genaue Erhebung von Influenza bedingten Todesfällen absolut notwendig."

Laut Franz Xaver Heinz, Leiter des Departments für Virologie der MedUni Wien, ist die aktuelle Grippewelle von durchschnittlicher Intensität: "Wobei jedoch auffällt, dass anfangs der Großteil der Infektionen durch das Influenza A (H1N1) 2009 pdm Virus verursacht wurde und jetzt zunehmend Infektionen mit Influenza B Viren auftreten." (red, derStandard.at, 22.2.2013)

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Thymusrückbildung im Alter

Mich wundert, dass Impfungen ab dem Alter von 50 Jahren überhaupt noch wirken. In diesem Alter sollte sich der Thymus schon weitgehend rückgebildet haben, sodass T-Lymphozyten nicht mehr reifen können.

alfons bist du dass ?

oder bereits deine frau? nach dem du nur 2 monate bekommen hast!

Sie lasen eine Werbeeinschaltung der

pharmazeutischen Industrie und der Apotheken.

Sie lasen ein langweiliges, substanzloses Posting.

auch schön

http://www.cochrane.org/news/blog... s-evidence
"In other words, the ‘flu policy, while eminently agreeable, is unsupported by evidence that has been systematically collected, critically evaluated, and properly synthesised."

Was ist an der Fehlinterpretation einer Aussage schön?

Was soll denn das bitte schon wieder.

"Dagegen stieg die Zahl der Influenza assoziierten Todesfälle in der Altersgruppe der 25- bis 59- jährigen von durchschnittlich 35 im Verlauf saisonaler Grippewellen auf 47 während der Pandemie."

Erstmal haben wir mit 47 mit Influenza "assoziierten" Verstorbenen (beachte die Wortwahl!) keine Pandemie.
Und zweitens werden immer Menschen mit extrem geschwächtem Immunsystem (Chemo-Behandelte, Bettlägerige) an einer Infektion sterben. Das ist i.a. keine Influenza (wie man an der geringen Zahl der Todesfälle sieht), sondern z.B. Sepsis, Pneumonie etc. Da hilft auch keine Impfung.

Bewegung, ausgewogene Ernährung, und wenn man mit vielen Menschen zusammen ist: Cistrose-Tabletten: das sind die hilfreichen Schutzmaßnahmen.

Was soll denn das bitte schon wieder?

Diese 47 Menschen sind an Influenza verstorben, nicht an Sepsis oder Pneumonie o.ä.

Bewegung für Bettlägerige? Soso.

Lustig auch, dass Sie eine nachweislich sicheren Schutz (Impfung) ablehnen, aber ein nicht nachweisbar wirkendes Medikament. (http://www.arznei-telegramm.de/html/2010... 9_02.html)
Sie sollten nicht alles, was im Kopp-Verlag angepriesen wird glauben. Eigentlich sollten Sie nichts, was im Kopp-Verlag angepriesen wird glauben ;)

*Lustig auch, dass Sie einen nachweislich sicheren Schutz (Impfung) ablehnen, nicht aber ein nicht nachweisbar wirkendes Medikament.

Wenn es unwirksam ist,

dann schadet es vielleicht auch nicht ...

Wenn es unwirksam ist,

kann es dennoch schaden.
Wenn nicht dem Geldbeutel, dann dem Verstand und dem Realitätsbewusstsein.

"Influenza-Impfung wird allen Altersgruppen empfohlen"

Herzliche Grüße

Ihre

GlaxoSmithKline
cc Bayer

einen bekannten mitte 50 hat es zu weihnachten erwischt - zwei wochen total k.o. praktisch im bett und erst ab jetzt nach sieben wochen schwindet seine müdigkeit und schwäche und das wohlbefinden kehrt langsam zurück...
(kein von novartis abgesetztes posting - um den scherzkeksen hier vorzubeugen)

Na gut, jeder sollte so tief in ein Thema eintauchen, wie es ihm der Intellekt ermöglicht. Auch, wenn dabei total langweiliges Stammtischgeblubber herauskommt, das zum tausendsten Mal geschrieben wird, dadurch aber nicht durchdachter wirkt.

komisch.

lt. statistik austria versterben an influenza im schnitt 30 personen pro jahr. (bei mutmaßlichem tod durch influenza muss in österreich ein virentest gemacht werden)

Komisch ist auch ...

dass in der Grippesaison 2009/2010 genau nachgeschaut wurde und gemäß ECDC in Österreich 38 Personen an einer laborgesicherten Influenza verstorben sind. Warum die Zahlen jetzt drei Jahre später viel höher sind ist komisch. Wobei, im Oktober 2009 haben die gleichen ExpertInnen noch von über 4.000 möglichen Todesfällen gesprochen ...

Und sie glauben wirklich dass in Österreich diese Tests real "immer" durchgeführt

werden?!? Das tut sich doch keiner an. Die paar Ärzte die das melden ...

Zuständig wäre die Gerichtsmedizin. Gerade da haben aber die letzten Regierungen massiv eingespart. Auch eine Methode um die Mordrate effektiv am Papier zu senken ...
Also Einrichtungen wurden ruinös bespart und die Ärzte die das melden sollten, was haben die davon?!? Es tut sich doch fast niemand die zusätzliche Arbeit an. Bringt ja auch nichts. Ob der an richtiger Grippe oder gripaler Infekt gestorben ist, ist außerhalb der Statistik ja wurscht.

nicht, wenns um die impfung geht

die wirkt nämlich lt. hersteller nur gegen die echte grippe und nicht gegen grippale infekte. wenn es also tatsächlich nur so wenig grippetote gibt, ist die impfung wirklich vollkommen fürn hugo.

Gut, wenn es also viele Grippetote gibt, dann ist die Impfung in ihren Augen sinnvoll.

Sämtliche medizinische Einrichtungen und Gesundheitsorganisationen sagen ihnen, dass es viele Grippetote gibt und belegen das auch statistisch.
Sie jedoch klammern sich an die einzige niedrige Zahl an Grippetoten, die bekanntermaßen und erklärbar nicht der Realität entspricht, weil sie nicht alle umfasst, die an der Influenza sterben.

Juchu, die Krankheitsleugner sind wieder da.

Wie ihnen bereits ca. 30x Mal erklärt wurde: das sind die Personen, die an der Primärinfektion verstorben sind und bei denen der Test tatsächlich auch durchgeführt wurde.

Also wenn man / frau sich ...

die Abstrakts der Cochrane Reviews zur Influenza Impfung anschaut- www.cochrane.org/search/si... %20vaccine , dann fallen die Schlussfolgerungen der Autoren (Author's Conclusion) nicht immer positiv aus. Zum Beispiel für Personen 65+ - http://summaries.cochrane.org/CD004876/... 5-or-older
"The available evidence is of poor quality and provides no guidance regarding the safety, efficacy or effectiveness of influenza vaccines for people aged 65 years or older. To resolve the uncertainty, an adequately powered publicly-funded randomised, placebo-controlled trial run over several seasons should be undertaken."

Da steht ncht drin, dass es nicht wirkt, sondern dass man weitere Studien bei Älteren machen soll. So what?

so what?

Sie könnten auch ein Kerzerl anzünden zum Immunisieren. Hat auch noch keiner bewiesen, dass es nicht wirkt.

Ach, hat man denn für unter 65jährige bewiesen, dass man mit dem anzünden einer Kerze immunisieren kann?

Nö. Die Wirkung bei unter 65jährigen ist klar belegt. Das bestätigt ihnen auch Cochrane. Da gibt es genügend Studien, die im übrigen auch über 65jährige einschließen.
Nennen Sie mir einen Grund warum eine Impfung bei einem 64jährigen wirken sollte, bei einem 66jährigen aber nicht.

Es gibt offenbar keine gute Untersuchung speziell unter älteren Mitbürgern, es gibt aber auch keine für Personen zwischen 24 und 33 oder 44 und 49. Da könnte man den gleichen Satz schreiben wie oben.

Die Wirkung geht mit zunehmendem Alter zurück, aber nicht auf null.

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