Italien: Die großen Unbekannten vor der Wahl

Blog22. Februar 2013, 10:42
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Zwei Tage vor der Wahl haben die Demoskopen mit zwei großen Unbekannten zu kämpfen: dem Verhalten der Unentschlossenen und dem Winterwetter

Die Meinungsforscher schätzen das Potential der "unsicheren Wähler" auf 30 Prozent der. Darin sind all jene enthalten, die gar nicht zur Wahl gehen, weiße Stimmzettel abgeben oder erst in letzter Minute entscheiden, wem sie ihre Stimme geben.

Dass die Wahlbeteilung abnimmt, steht für die Demoskopen bereits fest. Rund ein Viertel dürfte dem Urnengang fernbleiben. "Rund fünf Millionen Italiener treffen ihre Entscheidung in den letzten Tagen. Daher ist das Wahlergebnis statistisch kaum vorhersehbar", versichert der Demoskop Renato Mannheimer.

Der zweite Unsicherheitsfaktor ist das Wetter. Zum ersten Mal in der Geschichte der Republik wird im Winter gewählt. Und das Wetter ist am Wochenende in weiten Teilen Italiens ausgesprochen schlecht. Im Norden und in Teilen der Poebene schneit es, in Mittelitalien regnet es bei kühlen Temperaturen. Das könnte viele dazu veranlassen, in der warmen Stube zu bleiben. Über die Auswirkungen des Wetters sind die Demoskopen unterschiedlicher Meinung. "Motivierte Wähler wie jene der Fünfsterne-Bewegung lassen sich durch Schneetreiben nicht abschrecken. Weniger motivierte wie jene von Berlusconi schon eher", meint der Wahlforscher Roberto D'Alimonte. (Gerhard Mumelter, derStandard.at, 22.2.2013)

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    Das Wetter verspricht nichts Gutes.

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    Mit Schirmen wissen sich manche Italiener zu helfen.

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