FPK nach der Wahl ohne Partner

21. Februar 2013, 17:13
41 Postings

Nach SPÖ, Grünen und Team Stronach schließt auch ÖVP Koalition mit Blauen aus

Klagenfurt - FPK allein zu Haus. Nach der Kärntner Landtagswahl könnten die Kärntner Freiheitlichen isoliert bleiben. Selbst wenn sie ihren Platz als stimmenstärkste Partei halten könnten, dürften sie mit ihrem Führungspersonal keinen politischen Partner für eine Regierungskoalition finden.

Nach SPÖ, Grünen und dem Team Stronach hat jetzt auch die ÖVP am Donnerstag eine Koalition mit der FPK faktisch ausgeschlossen. Im Standard-Interview hat VP-Chef Gabriel Obernosterer konkretisiert, dass es keine wie immer geartete Zusammenarbeit mit der derzeitigen FPK-Führungsmannschaft, Kurt Scheuch, Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Landesrat Harald Dobernig, geben werde. Auch eine neuerliche Landeshauptmann-Wahl Dörflers schloss Obernosterer aus.

Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag betonten Obernosterer und sein Co-Spitzenkandidat Wolfgang Waldner, "wer Dörfler wählt, bekommt Scheuch" . Der 3. März werde ein Tag der Richtungsentscheidung werden.

Die Schwarzen stellen die Abschaffung des Proporzes als Koalitionsbedingung. Sollte das in einer rot-grün-schwarzen " Reformpartnerschaft" gelingen, dann wäre die FPK - unabhängig von ihrer Stärke - auf die Oppositionsbank verbannt.

Kein Steigbügelhalter

Eine Wiederwahl von Gerhard Dörfler wäre nur mit einer anderen Mehrheit möglich, vorausgesetzt, das Team Stronach und das BZÖ ziehen in den Landtag ein. Ersteres dürfte wahrscheinlich sein, doch auch Stronachs Kärntner Spitzenkandidat Gerhard Köfer will kein "Steigbügelhalter" für andere Parteien sein. (stein, DER STANDARD, 22.2.2013)

Share if you care.