Mindestens 18 Tote bei Anschlägen in indischer Metropole Hyderabad

21. Februar 2013, 19:03
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Mehr 50 Menschen bei drei Explosionen in belebtem Viertel verletzt

Bei Bombenanschlägen in der zentralindischen Millionenstadt Hyderabad sind am Donnerstag mindestens 18 Menschen getötet worden. Mehr als 50 Menschen seien verletzt worden, viele von ihnen lebensgefährlich, teilte die Polizei mit, die von einem "Terroranschlag" sprach. Die Regierung versetzte die Sicherheitskräfte in allen großen Städten des Landes in Alarmbereitschaft.

Das Innenministerium sprach von zwei auf Fahrrädern deponierten Bomben, die im Abstand von hundert bis 150 Metern abgestellt worden seien. Ein weiterer Polizeioffizier vor Ort sprach von drei Bomben, die in belebten Gegenden des Außenbezirks Dilsukh Nagar explodiert seien. Eine Detonation habe sich in einem kleinen Esslokal ereignet. Der indische Fernsehsender CNN-IBN berichtete von einer Explosion in der Nähe einer Bushaltestelle in einem Einkaufsviertel der Stadt.

"Heimtückische Tat"

Indiens Regierungschef Manmohan Singh verurteilte die Anschlagsserie als "heimtückische Tat" und versprach, dass die Verantwortlichen bestraft würden. Indiens Innenminister R.K. Singh sagte, eine Sondereinheit der nationalen Polizei sei wegen der Anschläge nach Hyderabad verlegt worden.

Hyderabad ist eines von Indiens Zentren der Computer- und Softwareindustrie. Die Stadt hat eine starke muslimische Bevölkerung, in dem Bezirk leben aber vor allem Hindus. In der Vergangenheit gab es immer wieder Konflikte zwischen verschiedenen Religionsgruppen. Die Behörden lasten die Attentate in der Regel muslimischen Extremisten an.

Spannungen gab es in Indien auch nach der Hinrichtung eines der Hintermänner eines Anschlags auf das indische Parlament im Jahr 2001, bei dem zehn Menschen getötet worden waren. Die Hinrichtung von Mohammed Afzal Guru löste Anfang Februar Proteste in der muslimisch geprägten Unruheregion Kaschmir aus. Im November 2008 hatten bewaffnete Islamisten in Mumbai 166 Menschen getötet (APA, 21.2.2013)

Karte der Anschlagsserie von NDTV:
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