Justiz prüft Anzeige gegen Ex-Alpine-Manager

21. Februar 2013, 15:13
1 Posting

Baukonzern Alpine erhob Verdacht der Untreue, des gewerbsmäßigen Betruges und der Veruntreuung

Linz - Der finanziell angeschlagene Salzburger Baukonzern Alpine hat in der Vorwoche den früheren Chef der Alpine Energie bei der Staatsanwaltschaft Linz angezeigt. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Philip Christl, bestätigte einen Bericht des Magazins "Format", wonach gegen den Ex-Chef des Alpine-Tochterunternehmens eine Anzeige wegen Untreue, Veruntreuung und gewerbsmäßigen Betruges eingelangt ist. "Wir überprüfen jetzt, ob aufgrund der Anzeige Ermittlungen einzuleiten sind", sagte der Staatsanwalt.

Der in Verdacht geratene Ex-Alpine-Manager hat Ende 2012 das Unternehmen überraschend verlassen. Helmut S. soll über Jahre hindurch der Firma seiner Frau Aufträge der Alpine Energie zugeschanzt haben. Diese habe dann gegen Provision Subaufträge an andere Firmen vergeben, berichtete "Format". Der Schaden für das Unternehmen soll sich auf mehr als 2 Mio. Euro belaufen. In der Anzeige werde eine siebenstellige Schadenssumme vorgeworfen, erklärte dazu Staatsanwalt Christl.

Eine Alpine-Sprecher erklärte, warum eine Strafanzeige gegen Helmut Schnitzhofer eingebracht wurde. "Nachdem sich aus unseren Nachforschungen ein begründeter Verdacht ergeben hat, dass mehrere unserer Gesellschaften durch das Verhalten des Managers strafrechtswidrig geschädigt worden sind, haben wir vor einigen Tagen bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet."

Durch die Einschaltung der staatlichen Behörden würden negative Auswirkungen auf den Verkaufsprozess der Alpine Energie hintangehalten, hieß es seitens des Baukonzerns Alpine. "Die entdeckten Schädigungen haben das Ergebnis des Alpine Energie Konzerns in der Vergangenheit erheblich belastet, sodass diese Enthüllungen dazu beitragen, dass der Alpine Energie Konzern in der Zukunft weniger Lasten zu tragen hat. Selbstverständlich setzen wir alles daran, das aus unserer Sicht rechtswidrig entzogene Vermögen wieder zurückzubekommen."

Der Ex-Alpine-Energie-Manager beteuerte gegenüber "Format" seine Unschuld: "Ich habe keine strafbaren Handlungen begangen und bin mir auch keines Vergehens bewusst." (APA, 21.2.2013)

Share if you care.