20 Jahre APART: ÖAW vergab seit 1993 über 300 Stipendien

21. Februar 2013, 13:06
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Drei Viertel der bisherigen Stipendiaten mittlerweile habilitiert, ein Drittel wurde Professor

Wien - Im Zuge der Verleihung der Stipendien der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) werden am Donnerstag Abend in Wien auch zehn APART-Stipendien vergeben. Seit 20 Jahren existiert das "Austrian Programme for Advanced Research and Technology" (APART), das ausgezeichneten jungen Wissenschaftern als Sprungbrett zur Habilitation dienen soll. 303 Stipendien wurden zwischen dem Start des Programms 1993 und 2012 vergeben, insgesamt wurden mehr als 38 Millionen Euro Förderung ausgeschüttet.

1993 wurde APART auf Initiative der ÖAW mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums ins Leben gerufen. Ziel war und ist es, promovierten Wissenschaftern aller Fachrichtungen, die in der Regel schon einen Auslandsaufenthalt als Post-Doc absolviert haben, die Möglichkeit zu geben, sich für zwei bis drei Jahre ausschließlich ihren Forschungsvorhaben zur Vorbereitung der Habilitation zu widmen. Dazu erhalten sie derzeit ein Stipendium in Höhe von 60.000 Euro brutto jährlich und zusätzlich maximal 10.000 Euro jährlich für Reise- und Materialkosten.

Von den bisherigen APART-Stipendiaten haben sich mehr als drei Viertel habilitiert, 32 Prozent davon sind Frauen. Rund ein Drittel aller APART-Stipendiaten hat mittlerweile eine Professur erhalten. Für Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle hat sich APART "als wertvolles Instrument der österreichischen Förderlandschaft etabliert", die "optimale Unterstützung" der Stipendiaten "trägt Früchte".

Das zeigt sich auch an den wissenschaftlichen Karrieren ehemaliger APART-Stipendiaten, etwa mit zahlreichen START-Preisen und einem Wittgenstein-Preis (an den APART-Alumni und Physiker Jörg Schmiedmayer) sowie Starting- und Advanced Grants des Europäischen Forschungsrats ERC. Eine der prominenten APART-Stipendiatin ist etwa die ehemalige Wissenschafts- und nunmehrige Justizministerin Beatrix Karl.

Selektives Programm

Mit einer Bewilligungsquote von zuletzt zehn Prozent (2012) ist das Programm allerdings sehr selektiv. Das APART-Budget wurde seit 2008 nicht mehr erhöht und die Zahl der Bewilligungen stagniert. In der Leistungsvereinbarung zwischen ÖAW und Wissenschaftsministerium sind für die Jahre 2012 bis 2014 jährlich zehn APART-Stipendien vorgesehen.

Neben den zehn neuen APART-Stipendien wurden am Donnerstag auch 40 DOC-Stipendien aus dem ÖAW-Doktorandenprogramm, sechs DOC-team-Stipendien an Doktorandengruppen für disziplinenübergreifende Arbeiten in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften sowie fünf Stipendien der Max Kade-Foundation an Post-Docs verliehen. (APA, 21.02.2013)

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