Rechnungshof wird Dobernigs Valentinskonzerte prüfen

21. Februar 2013, 12:16
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Landtag beschloss Untersuchung der Kosten - Auch Sonderbedarfszuweisungen werden unter die Lupe genommen

Klagenfurt - Der Kärntner Landesrechnungshof wird die umstrittenen Valentinskonzerte des FPK-Landesrats Harald Dobernig prüfen. Das beschloss der Landtag am Mittwochabend auf Antrag der SPÖ. Auch die Vergabe von Sonderbedarfszuweisungen in der Höhe von rund 1,8 Millionen Euro durch die Landesregierung am Dienstag wird der Rechnungshof prüfen. Dabei wurden unter anderem 74.000 Euro für einen Kinderspielplatz beim Hotel des ORF-Stiftungsrats Siegfried Neuschitzer genehmigt.

Dobernig weigert sich bis dato, die Kosten für die vier Volksmusikkonzerte der vergangenen Woche bekanntzugeben. FPK-Mandatar Hannes Anton begründete die Verschwiegenheit bei der Sondersitzung am Mittwochabend damit, dass die Künstler für ungewöhnlich niedrige Gagen in Kärnten auftreten würden. Gäbe man diese bekannt, würden sie auch bei anderen Veranstaltern weniger Gage bekommen. Die Mehrheit der Abgeordneten zeigte sich von diesem Argument eher wenig beeindruckt und beschlossen die Prüfung durch den Rechnungshof.

Die Prüfer werden auch etwa 400.000 Euro Förderung für den Bau des neuen Aussichtsturms auf dem Pyramidenkogel in der Gemeinde Keutschach prüfen. Das Geld soll für Straßenarbeiten und den Parkplatz verwendet werden. Dazu gab es eine Reihe von Förderungsbeschlüssen für Firmen, in einigen Fällen waren Zuschüsse zuvor vom Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds abgelehnt worden. (APA, 21.2.2013)

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