ATX rutscht um 1,79 Prozent ab

21. Februar 2013, 18:07
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Schwaches Umfeld belastet, Banken tiefer

Wien - Die Wiener Börse hat am Donnerstag bei durchschnittlichem Volumen mit starken Verlusten geschlossen. Der ATX fiel 43,47 Punkte oder 1,79 Prozent auf 2.385,21 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 35 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.420 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,37 Prozent, DAX/Frankfurt -1,90 Prozent, FTSE/London -1,60 Prozent und CAC-40/Paris -2,27 Prozent.

In einem sehr schwachen europäischen Börsenumfeld ging es auch für den ATX deutlich bergab. Marktteilnehmer verwiesen auf negative Börsenvorgaben aus New York und Asien sowie enttäuschende Konjunkturindikatoren aus der Eurozone. Die Wirtschaftsstimmung im Euroraum hat sich im Februar überraschend erstmals seit vier Monaten verschlechtert. Bereits am Vorabend lieferten Spekulationen über ein mögliches Ende des milliardenschweren Anleihenkaufprogramms durch die US-Notenbank Federal Reserve einen negativen Impuls aus Übersee.

Den stärksten Verkaufsdruck gab es europaweit bei den Bankenaktien zu sehen. In Wien rasselten die Papiere der Erste Group um 3,12 Prozent auf 23,00 Euro nach unten. Raiffeisen Bank International verbuchten ein Minus von 2,94 Prozent auf 30,08 Euro.

OMV-Aktien nach Zahlen mit kleinem Plus

OMV-Aktien schlossen nach Jahreszahlen mit einem kleinen Plus von 0,16 Prozent auf 31,00 Euro. Die Analysten von der Societe Generale schreiben, dass sowohl die Ergebnisse im Viertquartal als auch die Dividende um drei Prozent über dem Marktkonsensus lagen. Die Experten bewerten die Titel weiterhin mit "Buy" und einem Kursziel auf 12-Monatssicht von 35,7 Euro.

Rosenbauer-Aktien fielen um 2,51 Prozent auf 50,82 Euro. Laut Experten von der Berenberg Bank zeigten die Viertquartalszahlen des Feuerwehrausrüsters eine gute "Performance" in einem schwachen Markt. Die großen Überraschungen blieben beim vorgelegten Zahlenwerk jedoch aus, hieß es weiter.

BWT-Titel zogen hingegen um 5,82 Prozent auf 15,46 Euro an. Der oberösterreichische Wasseraufbereiter steigerte 2012 im Vergleich zum Jahr davor den Umsatz um 4,9 Prozent auf 502,3 Mio. Euro. Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich um 4,7 Prozent auf 14,4 Mio. Euro.

voestalpine gaben in einen erneut schwachen Stahlsektor um 2,69 Prozent auf 25,30 Euro nach. Erneut unter Verkaufsdruck standen KapschTraffic mit einem Kursrückgang von 4,97 Prozent auf 36,41 Euro. Bereits zur Wochenmitte knickten die Papiere des Mautausrüsters um fünf Prozent ein. (APA, 21.2.2013)

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