Leitbörsen in Fernost schließen tiefer

21. Februar 2013, 13:00
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Shanghai sehr schwach

Tokio - Spekulationen um ein vorzeitiges Ende der US-Anleihekäufe und Warnungen der chinesischen Regierung vor einer Überhitzung am Immobilienmarkt haben Asiens Börsen am Donnerstag deutlich ins Minus gedrückt.

Der Nikkei-225 Index in Tokio ermäßigte sich klar um 159,15 Zähler oder 1,39 Prozent auf 11.309,13 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor 400,74 Zähler (minus 1,72 Prozent) auf 22.906,67 Einheiten und gab damit seinen Gewinn seit Jahresanfang vollständig ab. Der Shanghai Composite fiel deutlich um 71,23 Punkte oder 2,97 Prozent auf 2.325,95 Punkte.

Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.287,60 Zählern mit einem Abschlag von 21,29 Punkten oder 0,64 Prozent und der All Ordinaries Index in Sydney verzeichnete einen Verlust von 115,8 Zählern oder 2,26 Prozent auf 4.998,60 Einheiten.

An der Tokioter Börse zählten Exportwerte und Anteilsscheine von Baumaschinen-Herstellern zu den größten Verlierern. Komatsu sackten um 4,11 Prozent auf 2.311 Yen ab. Hitachi Construction Machinery gaben um 3,42 Prozent auf 2.115 Yen ab. Händler verwiesen in diesem Zusammenhang auf die schwachen Verkäufe bei Caterpillar-Händlern.

Ölpreise sinken weiter

Die Ölpreise sind am Donnerstag nach dem starken Einbruch vom Vortag weiter gesunken. Ölnotierungen seien weiter angeschlagen, hieß es von Händlern. Am Mittwochnachmittag war es am Ölmarkt innerhalb von rund zehn Minuten zu einem Preissturz um mehr als zwei Dollar gekommen. Aus dem Handel hieß es, dass ein Hedgefonds hinter den massiven Ausschlägen stehen könnte.

Die Papiere des Ölproduzenten Inpex rutschten um 2,83 Prozent auf 497.500 Yen ab. In Shanghai verloren PetroChina um 2,69 Prozent auf 9,05 Yuan. Cnooc gaben in Hongkong um 1,14 Prozent auf 15,54 Hongkong Dollar ab.

Am chinesischen Aktienmarkt zählten zudem die Aktien von Immobilienfirmen zu den großen Verlierern. Die Aktien von Guangzhou R&F Properties verloren 1,58 Prozent auf 12,48 Hongkong Dollar. New World Development gaben um deutliche 2,48 Prozent auf 13,38 Hongkong Dollar nach. In Shanghai verbilligten sich Beijing Capital Development um 1,74 Prozent auf 10,73 Yuan und Poly Real Estate sanken um 0,73 Prozent auf 12,30 Yuan. China Overseas Land & Investments stiegen hingegen um 0,92 Prozent auf 21,90 Hongkong Dollar.

An der australischen Börse kletterten unterdessen Qantas um 2,79 Prozent auf 1,66 australische Dollar nach oben. Die australische Fluggesellschaft kann aus der verspäteten Auslieferung des Boeing-Langstreckenjets 787 Dreamliner Profit schlagen. Weil der US-Konzern eine Entschädigung von 125 Mio. Australischen Dollar (96,4 Mio. Euro) zahlte, stieg das Qantas-Vorsteuerergebnis im zweiten Halbjahr 2012 um über zehn Prozent auf 223 Mio. Australische Dollar. Auf die Zahlungen hatten sich die Unternehmen noch vor den aktuellen Problemen mit Akkus an Bord der Dreamliner geeinigt. Boeing hat ohnehin schon mit Verzögerungen bei dem Projekt zu kämpfen. (APA, 21.2.2013)

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