Google soll Chromebook mit Touchscreen bauen

21. Februar 2013, 09:29
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Computer soll noch im Laufe des Jahres erscheinen

Webriese Google hat einen Laptop mit Chrome OS und Touchscreen entwickelt. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf mit dem Projekt vertraute Personen.

Google schweigt

Hardwaredetails und Herstellungspartner sind noch unbekannt. Mittlerweile haben bereits mehrere Hersteller Notebooks verschiedener Größe mit dem Linux-basierten und stark Web-lastigen Betriebssystem gebaut, darunter Samsung, Hewlett-Packard und Acer. Ebenfalls im Dunklen liegt der genaue Releasetermin für das Gerät, es soll aber zumindest noch im Laufe des Jahres auf den Markt kommen. Google schweigt sich über das Vorhaben bislang aus.

Chromebooks nehmen langsam Fahrt auf

Eine Gefahr für Microsofts Vormachtstellung bei den PC-Betriebssystemen – Windows hat nach wie vor einen Marktanteil von über 90 Prozent – sind die Chromebooks bislang nicht. Sie nehmen allerdings langsam Fahrt auf, was nicht zuletzt an der niedrigen Bepreisung der Geräte liegt.

Laut Analysten dürften im letzten Quartal in den USA rund 100.000 Stück der Laptops verkauft worden sein. Ein deutlicher Anstieg, der auch einer breit angelegten Werbekampagne von Google im Fernsehen und Internet zu verdanken ist.

Mit Chrome OS liefert Google ein System, dass anstelle einer Desktopumgebung mit lokal installierten Programmen den Fokus auf die Cloud richtet. Die Programme, auch Produktivsoftware wie Tabellenkalkulation oder Spiele, basieren auf HTML5.

Sprung in die Lücke

Das Touch-Chromebook soll Google auch zum Sprung in die Lücke zwischen Tablets und Notebooks verhelfen. Laptops mit konventionellem Layout aber berührungsempfindlichen Display sind insbesondere seit dem Launch von Windows 8 im vergangenen Oktober ein Thema, ist das Betriebssystem doch grundsätzlich für beide Bedienarten konzipiert. Bei der NPD Group schätzt man, dass jedes vierte im Januar verkaufte Notebook bereits einen Touchscreen hatte.

"Langfristig muss jedes Gerät, das wettbewerbsfähig sein soll, einen Touchscreen mitbringen", erklärt Stephen Baker, Vizepräsident des Marktforschungsunternehmens. Er sieht die Chromebooks als Kontrahenten für alle anderen Mobilgeräte, jene mit Googles eigenem Android-System inklusive.

Studenten, Firmen und Regierung

Google selbst hatte die Geräte mit Chrome OS bislang als eine Art zusätzlichen Computer vermarktet, denn als Helfer für alle Lebenslagen. Besonderer Fokus liegt, dank der direkten Anbindung an die Google Apps Suite, auf Studenten, Firmen und Regierungsorganisationen. In diesem Bereich muss man sich mit Microsofts Office-Lösungen messen.

Pixel

Erst vor etwa zwei Wochen waren Hinweise bezüglich eines "Pixel"-Chromebooks aufgetaucht. Dabei soll es sich um einen Laptop handeln, der mit seiner Bildschirmuflösung selbst Apples Retinadisplays in den Schatten stellen soll. Ob es sich bei der Touchscreen-Version und dem "Pixel" um das gleiche Gerät handelt, bleibt vorerst ein Rätsel, da Seitens Google noch keinerlei offizielle Ankündigung erfolgt ist und weitere Indizien bislang fehlen. (red, derStandard.at, 21.02.2013)

  • Ein Touch-Chromebook soll die Lücke zwischen Tablets und Notebooks erschließen.
    foto: google

    Ein Touch-Chromebook soll die Lücke zwischen Tablets und Notebooks erschließen.

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