Seiner Zeit voraus

20. Februar 2013, 18:43
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Damencoach Marent weiß nicht, wohin Teresa Stadlobers Talent noch führen kann

Predazzo - Sass Moar heißt das Hotel, in dem österreichische Sportler gewohnheitsmäßig logieren, wenn es im Val di Fiemme etwas zu erledigen gilt. Das Haus ist recht klein, weshalb hier anlässlich der nordischen WM nicht alle wohnen können, zumal sich der österreichische Skiverband (ÖSV) mit 25 Köpfen ja das größte einschlägige Team aller bisherigen Zeiten eingebildet hat.

Diese Verantwortung und auch die Ausweichquartiere in nächster Nähe ertragen Langläuferinnen und Langläufer gerne. "Wir sind nicht zum Reden, sondern zum Laufen da", sagt deren Chef, Sportdirektor Markus Gandler. Natürlich redet der Kitzbüheler Staffelweltmeister von 1999 dann doch über das zu Erwartende. Grundsätzlich hätten seine Damen und Herren trotz zum Teil dramatischer Jugend jetzt schon das für die das Olympia-Jahr 2014 veranschlagte Niveau erreicht. Bei den Herren kann Stadlober auf die Sprinter Bernhard Tritscher und Harald Wurm sowie auf den Distanzläufer Johannes Dürr verweisen, die allesamt im Weltcup zur roten Gruppe der Weltbesten zählen. Von Dürr erwartet Coach Gerald Heigl Plätze unter den Top-20, von den Sprintern das Finale im Team, also einen Platz unter den besten zehn Paaren.

Heigls Kollege Alexander Marent betreut die Damen, die definitiv die erste ÖSV-Staffel bei einer WM seit Lahti 1989 geben werden. Marent weiß selbst nicht so genau, was er erhoffen soll. Im Sprint am heutigen Donnerstag laufen jedenfalls Katerina Smutna mit großen und Kerstin Muschet mit geringeren Chancen.

Am Samstag folgt der Skiathlon (je 7,5 km klassisch und Skating), in dem Österreich in Teresa Stadlober die Juniorenweltmeisterin stellt. "Ich weiß wirklich nicht, wohin es bei ihr gehen kann", sagt Marent - positiv gemeint. (lü, DER STANDARD, 21.2.2013)

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