2020, 2024, 2028

20. Februar 2013, 17:42
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Welche Bewerber es für welche Sommerspiele gibt - Afrika kam noch nie zum Zug

New York - In Wien stellte ein Bürgermeister die Olympia-Frage und holte hernach das ÖOC ins Boot, in den USA geht man den umgekehrten Weg. Das Olympische Komitee der USA (USOC) hat zu Bewerbungen für die Sommerspiele 2024 aufgerufen. Die Bürgermeister von 35 Städten wurden angeschrieben, um ein mögliches Interesse an den ersten Sommerspielen auf US-Boden seit 1996 in Atlanta auszuloten.

"Dieser Brief garantiert nicht, dass sich das USOC für 2024 bewerben wird. Es ist eher ein erster Schritt, eine mögliche Bewerbung einzuschätzen", hieß es in einer USOC-Mitteilung. New York und Chicago waren bei den Wahlen für 2012 (London) bzw. 2016 (Rio de Janeiro) unterlegen.

Interesse an Olympia 2024 haben schon Paris, Rom, Doha, Dubai und Durban geäußert. Das IOC wählt den Gastgeber im Jahr 2017. Für 2020 sind noch Istanbul, Madrid und Tokio im Rennen. Diese Spiele werden heuer am 7. September in Buenos Aires vergeben. Nicht zuletzt von den Austragungsorten 2020 und 2024 könnte abhängen, ob eine Wiener Bewerbung für die Spiele 2028 überhaupt Chancen hätte - wo doch Europa in der Olympia-Neuzeit mit 16 Sommerspielen ohnedies klar dominiert. Zum Vergleich: Nord- und Zentralamerika kam seit 1896 sechsmal, Asien dreimal, Australien zweimal, Südamerika einmal (Rio 2016), Afrika kam noch nie zum Zug.

Just für 2028 ist von afrikanischen Kandidaten auszugehen. Durban, so es für 2024 den Kürzeren zieht, könnte einen neuen Anlauf nehmen, auch Kairo, Casablanca und Nairobi denken über Bewerbungen nach. Mit Brisbane oder Melbourne sowie Buenos Aires und US-Anwärtern ist ebenfalls zu rechnen. Am weitesten fortgeschritten sind die Bewerbungspläne für 2028 in Moskau. Dort gilt es auch keine Volksbefragung abzuwarten. (APA, fri, DER STANDARD 21.2.2013)

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