So wenig Sonne gibt es im Februar selten

20. Februar 2013, 18:17
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Nur ein Drittel der üblichen Sonnenscheindauer in Wien, in Mariazell sogar nur ein Fünftel. Daran ändert sich vorerst auch wenig

Das Wetter in den vergangenen Wochen war in großen Teilen Österreichs alles andere als sonnig. Auch wenn sich der Winter bisher sehr trüb und sonnenarm gab, sei er aber insgesamt recht durchschnittlich verlaufen, sagt Thomas Knabl vom privaten Wetterdienst Ubimet. Nur etwas milder als sonst sei er gewesen.

Dass richtig strenger Frost im Flachland bisher ausblieb, hat laut Knabl zwei Ursachen. Einerseits verhinderte die zumeist dicke Wolkendecke, dass über Nacht Wärme entweichen konnte. Andererseits hielten sich richtig kalte Luftmassen nur über Sibirien sowie Kanada und kamen nicht in unsere Nähe.

Kalte Luft aus Russland

Trotzdem könnte es am Wochenende noch einmal klirrend kalt werden. Eisige Luft ist auf dem Weg nach Europa und erreicht am Samstag Nordwestrussland. Ausläufer davon könnten bis zu den Alpen vordringen. Genau das passierte im Februar 2012, als es auch im österreichischen Flachland zweistellige Minustemperaturen gab. "Wenn die momentane Strömung dreht, ist das heuer wieder möglich. Derzeit zeigen das die Wetterkarten aber nicht", sagt Knabl.

Nur ein Drittel Sonnenschein in Wien

Dass der Winter bisher überdurchschnittlich trüb und sonnenarm verläuft, lässt sich auf die wenigen Hochdrucklagen zurückzuführen. Üblicherweise sorgen diese in der kalten Jahreszeit vor allem in den Bergen für längere sonnige Phasen. In der diesjährigen Wintersaison gab es davon allerdings nur wenige.

In Wien etwa betrug die Sonnenscheindauer im bisherigen Februar nur rund 35 Prozent des durchschnittlichen Werts, im Mariazeller Land sogar nur 20 Prozent. Die höchsten Werte erreichten unter anderem Osttirol und Oberkärnten. Allerdings liegen auch sie mit 50 Prozent weit unter der normalen Sonnenscheindauer.

Es bleibt bewölkt

Im Süden und Osten schneit es auch am Samstag weiter, das Wetter ändert sich kaum. Ein Ende des Schneefalls ist am Sonntag in Sicht. Gegen Ende des Tages wird es milder, die Flocken gehen vor allem in tiefen Lagen immer mehr in Regentropfen über. 

In den übrigen Landesteilen ist der Himmel von Donnerstag bis Sonntag die meiste Zeit bewölkt, Schnee fällt aber nur wenig. Im Westen scheint am Wochenende zeitweise auch die Sonne.

Milde Temperaturen in Sicht

Vorerst Schluss mit Eis und Schnee ist dann ab kommender Woche. "Bis Sonntag muss man noch durchhalten", sagt Thomas Knabl. "Am Beginn der nächsten Woche beruhigt sich das Wetter, es wird langsam milder und hat tagsüber verbreitet Plusgrade." (Stefanie Rachbauer, derStandard.at, 20.2.2013)

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    Auch in den kommenden Tagen ist immer wieder mit Schneefällen zu rechnen - vor allem im Süden und Osten Österreichs.

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