Smutna will ins Finale

20. Februar 2013, 15:33
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Die 29-jährige Langläuferin fühlt sich bestens in Form. Erstmals seit 24 Jahren eine österreichische Damen-Staffel am Start

Im Skilanglauf-Sprint der Damen und Herren fallen am Donnerstag (Qualifikation 10.45 Uhr/Finale ab 12.45) die ersten Entscheidungen der 49. Nordische Ski-WM in Val di Fiemme. Katerina Smutna, die zuletzt Weltcup-Fünfte in Davos war, kämpft in der von ihr bevorzugten klassischen Technik um ihren ersten Finaleinzug bei einem Großereignis, das wäre gleichbedeutend mit einer Platzierung unter den ersten sechs. Die weiteren ÖSV-Teilnehmer sind Kerstin Muschet bzw. Max Hauke und Aurelius Herburger.

"In einem Rennen kann viel passieren"

Smutna fühlt sich trotz einer leichten Verkühlung bestens in Schuss, spricht sogar von der besten Form ihrer bisherigen Karriere. "Ich war im Weltcup mehrmals im Finale, das will ich jetzt auch bei der WM schaffen", sagte die 29-jährige Wahl-Tirolerin, die noch auf einen Podestplatz im Weltcup wartet. "Die Top drei sind weit weg, aber in einem Rennen kann viel passieren", erklärte Smutna. Die Anstiege der Loipe in Lago di Tesero seien nicht so steil wie zuletzt in Davos. "Man läuft hier viel mit Doppelstock, das passt für mich."

Muschet, die nach einem Abstecher zum Biathlon wieder zum Langlauf zurückgekehrt ist, peilt das Viertelfinale der besten 30 an. Dazu wäre das Bestehen in der Qualifikation nötig. Dieses Ziel hat Herren-Cheftrainer Gerald Heigl auch dem Duo Hauke und Herburger vorgegeben. Chancen auf einem Top-Ten-Platz besitzt laut dem Coach das Duo Bernhard Tritscher/Harald Wurm im Team-Sprint (Skating) am Sonntag, Johannes Dürr sollte demnach im Skiathlon am Samstag und über 15 km Skating Top-20-Platzierungen erreichen. "Wenn wir das schaffen, wäre es ein Riesenerfolg", sagte Heigl am Mittwoch in Predazzo.

WM-Debüt für Stadlober

Der bei der WM für die Damen zuständige Coach Alexander Marent will sich nicht auf Platzierungen festlegen. Erstmals seit 24 Jahren ist bei einer WM eine rot-weiß-rote Damen-Staffel am Start. "Wenn da alle auf ihrem Toplevel laufen, ist ein richtig gutes Resultat möglich", sagte Marent. Ähnlich verhält es sich bei der WM-Debütantin Teresa Stadlober, der Ersten und Zweiten der jüngsten Junioren-WM. "Wenn alles so optimal läuft wie in Liberec, dann ist viel möglich", erklärte der Vorarlberger. Die Tochter des Ex-Staffel-Weltmeisters Alois Stadlober gibt am Samstag im Skiathlon (7,5 km klassisch/7,5 km Skating) ihr WM-Debüt.

Stadlober wird von ihrem Vater Alois trainiert und gehört wegen Unstimmigkeiten über den Aufbau keinem ÖSV-Kader an. Die Vorbereitung muss von ihrer Familie finanziert werden, nach der WM soll es Gespräche über eine Rückkehr geben. Die 20-Jährige hat im Kontinentalcup gewonnen, aber noch kein Weltcuprennen absolviert. "Ich will gute Rennen laufen, mit denen ich selbst zufrieden bin", sagte die Radstädterin zu ihren Zielen. Eine Platzierung um 30 wäre okay, meinte Stadlober. "Ich lasse es auf mich zukommen." (APA, 20.2.2013)

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    Katerina Smutna stand im Weltcup schon mehrmals im Finale.

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