Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Jena - Aufgrund der jüdisch-christlichen Überlieferung ist der Name Saba vor allem mit der sagenumwobenen Königin verbunden, die Kontakt zu König Salomo von Israel aufgenommen haben soll. Archäologie und Geschichte kennen Saba als antikes Königreich, das zwischen dem 10. und 8. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung im Gebiet des heutigen Jemen gegründet worden sein muss.
Die Friedrich-Schiller-Universität Jena berichtet nun vom Start eines Forschungsprojekts, das der einstigen Sprache Sabas gewidmet ist. Der Orientalist Norbert Nebes will mit seinem Team ein Wörterbuch des Sabäischen erarbeiten. Es soll das erste Lexikon überhaupt sein, welches den gesamten sabäischen Wortschatz vollständig erschließt. Das Vorhaben ist für insgesamt neun Jahre bewilligt und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.
"Wenn wir die Sprache nicht verstehen, dann bleibt uns eine ganze Welt verschlossen", weist Nebes auf die Bedeutung der Forschungen hin, die über die reine Linguistik hinausgeht: Mit ihrer lexikographischen Arbeit wollen die Forscher auch einen wichtigen Schlüssel zur Entstehungsgeschichte des Islam liefern. Sabäisch bilde eine wichtige Vermittlerrolle zwischen den altorientalischen Kulturen und dem Islam: "Viele arabische Wörter im Koran finden sich schon im Sabäischen", erklärt Nebes. Das geplante Wörterbuch verstehen die Wissenschafter daher als ein interdisziplinäres Nachschlagewerk, etwa für Islamwissenschafter, Althistoriker, Archäologen und Theologen.
Die Forscher werden eine Datenbank mit bereits digitalisierten sabäischen Inschriften nutzen, die seit den frühen 1990er Jahren am Jenaer Lehrstuhl aufgebaut wurde und 10.000 altsüdarabische Inschriften enthält. Etwa die Hälfte der Texte ist in sabäischer Sprache verfasst. Alltägliche Dinge haben die Sabäer auf Holzstäbchen geritzt; meist sind es jedoch Monumentalschriften in Tempeln, an Bauwerken oder auch an Felsen.
Damit das Wörterbuch "nicht als dicker Schinken im Regal verstaubt", planen Nebes und sein Team die Veröffentlichung im Internet: "Ein Online-Wörterbuch ist für jedermann zugänglich und wir können es jederzeit aktualisieren." Eine erste Version des Wörterbuches mit den Texten aus der einstigen sabäischen Hauptstadt Marib soll Ende diesen Jahres online gehen. (red, derStandard.at, 24.2.2013)
"Chactun" benannte Ruinenstätte laut Archäologen eine der größten Maya-Stätten der Region
Goldene Bulle und der erste Band des "Kapitals" im "Memory of the World"-Register
Die Menschen, die vor 9.000 Jahren in Jordanien lebten, heirateten innerhalb der Verwandtschaft
Der amerikanische Historiker Anson Rabinbach erforscht die Genesis der Völkermord-Konvention: Er spricht über innen- und außenpolitische Schachzüge, die die Annahme durch die USA verzögerten
Liveübertragung eines Rundgangs durch "Life And Death In Pompeii And Herculaneum"
Startgebot liegt bei 10.000 Dollar
Spirituelle Erhebung und kostenintensive Klagefrauen: Papyrusmuseum zeigt Dokumente von Totenbüchern über Testamente bis hin zu Mumientäfelchen
Forscher bewerteten genetische und archäologische Funde neu
Wissenschafter erforschen Blutergüsse im Schädel der Gletschermumie - Tathergang dürfte aber ungeklärt bleiben
Seit langem bekannte Fossilien neu untersucht - 120.000 Jahre altes Fragment weist auf fibröse Dysplasie hin
Aufzeichnungen stammen aus den Jahren 1934 bis 1944 - Dokumente nach dem Krieg verschwunden
Erinnerungen an die friedlichen Revolutionen in Mittel- und Osteuropa werden digitalisiert
In Israel konzipierte Ausstellung enthält unter anderem das "Buch der Namen" mit den Identitäten von 4,3 Millionen Opfern der Shoa
Stuttgarter Ausstellungsleiterin: "Es gibt noch eine Reihe von Fällen, die nicht aufgeklärt sind"
Deutsche Dornier Do 17 ist letzte erhaltene Maschine dieses Typs - Komplizierte Bergung kostete 400.000 Euro
Gebeine und Grabbeigaben zwischen 1.500 und 2.500 Jahre alt
Deutsche Wissenschafter wollen mit namibischen San zusammenarbeiten
Hunderte ausländische Frauen kämpften bei den Internationalen Brigaden in Spanien gegen den Faschismus - Historikerin Renée Lugschitz hat ihre Rolle erstmals umfassend erforscht
Jahrelang in KZs Buchenwald und Dachau inhaftiert - Mitbegründer der Gewerkschaft der Privatangestellten wurde 93 Jahre alt
Wissenschafter haben untersucht, wie der Weinanbau nach Frankreich kam
Forscher untersuchten Kohlenstoffisotope
Bürgermeister Scheider will erklärende Aufschriften statt Umbenennungen
Die ältesten Gräber der Steiermark dürften 6.000 Jahre alt sein
Über 800 Jahre alt: Forscher sprechen von der vielleicht ältesten vollständig erhaltenen Thora der Welt
Im Mekka des 6.7.Jh. wurde Altsüdarabisch geschrieben, eine Spätform des Sabäischen. Das ist einer der Beweise, dass der Koran nicht in Arabia deserta entstanden sein kann. Alles deutet auf Syrien hin, das älteste bekannte Koranfragment aus dem frühen 8.JH. stammt denn auch aus Aleppo.
Der Ur-Koran war auch nicht im klassischen Arabisch verfasst. Trotz des Anspruchs im reinsten Arabisch Gottes verfasst worden zu sein - ja, Gott sprach arabisch, und deshalb ist Arabisch eine göttliche Sprache- wimmelt es nur so von fremdsprachlichen Ausdrücken aus der gesamten Region- griechisch, persisch, hebräisch, aramäisch...- anscheinend auch aus dem Sabäischen.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.