Werbeklimaindex: Werbewirtschaft kommt in Stimmung

20. Februar 2013, 12:41
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Wahlwerbung und Marktforschung für 50 Prozent der befragten Unternehmen wichtiges Geschäftsfeld

Wien - Trendwende in der österreichischen Werbewirtschaft: Der WIFO-Werbeklimaindex ist im 4. Quartal 2012 deutlich gestiegen. "Er legte von 18,0 auf 24,5 Punkte zu. Die österreichische Kommunikationswirtschaft startet hoffnungsvoll ins neue Jahr", sagte Angelika Sery-Froschauer, Obfrau des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) bei der Präsentation am Mittwoch.

Nach drei Rückgängen in Folge ist der Konjunkturbarometer der Werbebranche im Jänner 2013 wieder gestiegen. Sery-Froschauer rechnet mit einer Stabilisierung der Werbekonjunktur. Die allgemeinen WIFO-Konjunkturdaten würden zusätzliche Hinweise darauf liefern, dass die österreichische Volkswirtschaft im ersten Halbjahr 2013 wieder wachsen wird. 

Wahlwerbung 2013

Werber wurden gefragt, wie sich Wahlkämpfe geschäftlich auf die Kommunikationsbranche auswirken. Demnach würden 50 Prozent der befragten Unternehmen Wahlwerbung und Marktforschung als wichtiges Geschäftsfeld der österreichischen Kommunikationsbranche betrachten. "Dabei gibt es keine Unterschiede zwischen Unternehmensgrößen und Bundesländern", sagt Sery-Froschauer, "für 14 Prozent der befragten Werbeunternehmer stellt Wahlwerbung im eigenen Unternehmen ein wichtiges Geschäftsfeld dar."

"Es ist damit zu rechnen, dass im Nationalratswahlkampf 30 Millionen Euro für Wahlwerbung ausgegeben wird", prognostiziert die Fachverbandsobfrau. Das Parteiengesetz 2012 legt die Obergrenze für Wahlwerbungausgaben pro Partei und Jahr mit sieben Millionen Euro fest. Dieser Rahmen würde aber nicht von allen im Parlament vertretenen Parteien ausgeschöpft werden.

Ressourcen

Je nach Größe der Agenturen gebe es jedoch hinsichtlich Wahlwerbung erhebliche Unterschiede. So hätten 24 Prozent der befragten Unternehmen in der Kategorie mit mehr als sechs Mitarbeitern Wahlwerbung in ihrem Portfolio. Dieser Wert liegt bei den EPUs bei 13 Prozent  und bei den Unternehmen mit zwei bis fünf Beschäftigten bei 14 Prozent.

"Internet, soziale Medien und moderne Kommunikationslösungen werden verstärkt in den Wahlkämpfen 2013 eingesetzt", sagt Andreas Allerstorfer, Sprecher der Berufsgruppe Außenwerbung im Fachverband Werbung und Marktkommunikation. Aber das klassische Plakat und Print werden "ihre dominierende Funktion im Bereich der politischen Werbung wohl nach wie vor beibehalten." (red, derStandard.at, 20.2.2013)

  • Der Werbeklimaindex ist nach drei Rückgängen in Folge im Jänner 2013 wieder gestiegen. Wirtschafts- und Meinungsforscher sehen das jetzt als Signal für eine Trendwende.
    foto: apa/dpa/bodo marks

    Der Werbeklimaindex ist nach drei Rückgängen in Folge im Jänner 2013 wieder gestiegen. Wirtschafts- und Meinungsforscher sehen das jetzt als Signal für eine Trendwende.

  • Entwicklung Werbeklima
    foto: wifo

    Entwicklung Werbeklima

  • Wahlwerbung auf Bundesebene von 2006 bis 2013.
    foto: wifo

    Wahlwerbung auf Bundesebene von 2006 bis 2013.

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