Pkw mit Zug in Mittersill kollidiert: Eine Tote, zwei Schwerverletzte

20. Februar 2013, 11:11
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Lenker eines niederländischen Fahrzeuges hat bei Bahnübergang offenbar Stopptafel missachtet

Mittersill/Den Haag - Bei einem Zusammenstoß eines Pkw mit einer Garnitur der Pinzgaubahn in Mittersill (Pinzgau) ist am Mittwochvormittag laut Polizei die Ehefrau des Autolenkers noch an Ort und Stelle gestorben. Ihr Mann und ihre Tochter wurden schwer verletzt. Nach derzeitigem Erhebungsstand habe der Pkw-Lenker vor einem unbeschrankten Bahnübergang das Haltegebot der Stopptafel missachtet, sagte Lokalbahn-Chef Gunter Mackinger. Bei den Verunglückten soll es sich um eine Skiurlauberfamilie aus den Niederlanden handeln.

Die Kollision ereignete sich um 9.08 Uhr nahe der Haltestelle "Rettenbach". Der Zug habe ersten Informationen zufolge noch Pfeifsignale abgegeben, der Lenker des Wagens sei aber ohne anzuhalten auf den Bahnübergang gefahren, erläuterte Mackinger.

Auto mitgeschleift

Das Auto wurde laut dem Mittersiller Stadtfeuerwehrkommandanten Georg Scharler 80 bis 100 Meter weit mitgeschleift und seitlich eingedrückt. 26 Mitglieder der Feuerwehr beteiligten sich an der Bergung der Verletzten und des Fahrzeuges.

Die Polizei vermutet ebenfalls, dass der Lenker des Wagens mit niederländischen Kennzeichen den Zug übersehen hat, wie Polizeisprecherin Eva Wenzl erklärte. "Alle drei Personen wurden in dem Auto eingeklemmt", sagte Wenzl. Ersten Angaben zufolge sind der Lenker und seine Frau jeweils 34 Jahre alt, die Tochter ist neun Jahre alt.

Kriseninterventionsteam betreut Zeugen und Angehörige

Drei Rettungshubschrauber standen im Einsatz. Der Pkw-Lenker befand sich nach dem Unfall in Lebensgefahr, sein Zustand wurde als kritisch beschrieben. Er wurde in ein Spital nach Salzburg gebracht, die Tochter ins Krankenhaus nach Schwarzach im Pongau.

Ein Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreute die Insassen des Zuges und Angehörige der verunglückten Familie. Die Unfallopfer dürften mit Verwandten auf Winterurlaub gefahren sein. (APA, 20.2.2013)

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