Prioritäten liegen anderswo

19. Februar 2013, 18:36
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Der 9. März 2008 war ein schwarzer Tag für das BZÖ Niederösterreich: Nur 0,72 Prozent der Wähler machten bei den Orangen ihr Kreuzerl - weniger als bei den Kommunisten und den Christen. Das Ziel, in den Landtag einzuziehen, wurde damit klar verfehlt. Spitzenkandidat der Wahl war der damalige Bezirksrat in Wien-Floridsdorf, Hans Jörg Schimanek gewesen, der inzwischen aus der Partei ausgeschlossen wurde. Der Parteiobmann des BZÖ Niederösterreich, Peter Staudigl, trat kurz nach der Wahl zurück.

Am 3. März 2013 stehen die Orangen in Niederösterreich gar nicht zur Wahl, wie das Bündnis Anfang Jänner mitteilte. Die Partei müsse ihre " Kräfte auf Kärnten und die Nationalratswahl bündeln", erklärte ein Sprecher. Einige Orange sind außerdem zum Team Stronach übergelaufen.

Niederösterreich betreffende Themen greifen die Orangen derzeit wenn, dann nur nebenher auf. So sprach sich Landesparteiobmann und EU-Abgeordneter Ewald Stadler am Montag gemeinsam mit Bündnis-Koordinator Markus Fauland für ein "echtes Spekulationsverbot im Verfassungsrang" aus und kündigte einen Misstrauensantrag gegen die Bundesregierung an. Als ein Beispiel, aus dem man Lehren ziehen müsse, nannten sie Niederösterreich. (spri)

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