Deutsche Mühlen zahlen Millionenstrafe

19. Februar 2013, 18:27
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Düsseldorf - Fünf Jahre lang währten die Ermittlungen gegen die eu- ropäische Mühlenindustrie. Jetzt schloss das deutsche Bundeskartellamt das Verfahren wegen verbotener Absprachen ab und nahm 22 Konzerne sowie den Verband deutscher Mühlen aufs Korn.

Sie müssen insgesamt 41 Millionen Euro Bußgeld zahlen, teilte die Behörde gestern, Dienstag, mit. Zu knapp 24 Millionen Euro wurde im Oktober 2011 in der selben Causa bereits die Hamburger VK Mühlen AG verdonnert. Sie gehört zu 51 Prozent der LLI Euromills, die vollständig in Hand der Leipnik-Lundenburger Invest ist. Deren Eigentümer wiederum sind Raiffeisen Zentralbank Österreich und die Raiffeisen-Holding-NÖ.

Die betroffenen Mühlen hatten sich seit 2001 regelmäßig "in zahlreichen Gesprächsrunden" über Preise, Kundenzuordnungen und Liefermengen abgestimmt, erläutert Bundeskartellamts-Präsident Andreas Mundt. Die Absprachen betrafen die Belieferung von Industrie- und Handwerkskunden, wie auch den Vertrieb von Kleinpackungen an den Einzelhandel. Des weiteren hätten die Unternehmen ihre Kapazitäten koordiniert.

Mit 17 der 22 Mühlen hat sich das Kartellamt nun einvernehmlich geeinigt, was bei der Bemessung der Bußgelder berücksichtigt wurde. (APA, red, DER STANDARD, 20.2.2013)

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