Japaner legen für Robeco 1,9 Milliarden hin

19. Februar 2013, 17:04
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Tokio - Der japanische Finanzdienstleister Orix kauft für 1,9 Milliarden Euro den niederländischen Vermögensverwalter Robeco. Die Rabobank-Tochter und Orix bestätigten am Dienstag die Übernahme. Bezahlt wird der Deal in bar und Aktien. Rabobank sichert sich damit eine kleinere Beteiligung an Orix.

Für die Japaner ist es der größte Zukauf ihrer Geschichte. Orix bietet unter anderem Leasing-Geschäfte, Versicherungen, Immobilien und Unternehmensfinanzierungen an. Wie viele andere Institute des Landes war die Firma seit langem auf der Suche nach Übernahmezielen im Ausland. Die Vermögensverwaltung gilt als besonders attraktiv, schließlich sichert sie verlässliche Einnahmen - vor allem wenn asiatische Kunden hinzukommen, bei denen der Wohlstand im Schnitt schneller wächst als bei jenen in den Märkten Europas. Auch die Deutsche Bank will deshalb in der Vermögensverwaltung in Asien Gas geben.

190 Milliarden Vermögen

Robeco ist profitabel und verwaltet ein Vermögen von knapp 190 Milliarden Euro, Tendenz steigend. Die Rabobank wollte das Auslandswachstum der Tochter dennoch nicht selbst anschieben und stellte sie im vergangenen Frühjahr ins Schaufenster. Die Niederländer müssen ihre Kapitaldecke aufstocken, um die verschärften Vorgaben der Aufsichtsbehörden zu erfüllen. Sie fokussieren sich daher wieder mehr auf das Kerngeschäft. (Reuters, DER STANDARD, 20.2.2013)

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