Wie Waltz auf Oscar wartet

19. Februar 2013, 17:39
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Auftritt des Schauspielers im US-TV sorgt für Aufsehen - Waltz führte durch die legendäre NBC-Satire-Show Saturday Night Live

New York - Die Wartezeit auf die Oscar-Verleihung am kommenden Sonntag verkürzt sich für den neuerlich als bester Nebendarsteller nominierten Christoph Waltz derzeit aufs Angenehmste: Vergangenes Wochenende führte der Schauspieler als laut eigenen Angaben "erster deutschsprachiger Gastgeber" durch die legendäre NBC-Satire-Show "Saturday Night Live". Und vor allem Waltz' Auftritt in einem Fake-Trailer zu einem neuen Tarantino-Projekt, "Djesus Uncrossed", macht seither Furore.

Diese "ultimative historische Rachefantasie" lässt Waltz in knapp zwei Minuten als wiederauferstandenen Christus mit Schwert, Baseballschläger und Maschinenpistole blutig Rache an den Römern nehmen.

 

Als Gastgeber der Show musste der gebürtige Wiener außerdem mit Österreich-Klischees kämpfen - inklusive Jodler-Auftritten und Hitler-Parodien der "Saturday Night Live"-Crew. In einem weiteren Auftritt war Waltz als Papst zu sehen, der sich in einem Werbespot über Finanzprodukte für pensionierte Ober-Hirten beraten lässt. In den USA fanden das in Kommentarforen nicht alle lustig. Aber auch in unseren Breiten hat sich der "Djesus"-Auftritt inzwischen zum Netzphänomen entwickelt.

Bereits nach seinem Oscar für "Inglourious Basterds" 2010 hatte ein beschwingter Waltz mit seiner Enthüllung über einen "vergnüglich tragischen" Schlüsselfilm mit dem Titel "Der Humpink" in der TV-Show von Jimmy Kimmel die Lacher auf seiner Seite.

 

Und der letzte Tweet auf dem nicht verifizierten Account mit Namen Christoph Waltz lautete vor drei Jahren: "herrpocher laden sie mich mal in ihre show ein". (red, DER STANDARD, 20.2.2013)

  • "Djesus Uncrossed": Christoph Waltz' Jesus- und Papstparodien im US-TV machen weltweit Furore.
    foto: screenshot

    "Djesus Uncrossed": Christoph Waltz' Jesus- und Papstparodien im US-TV machen weltweit Furore.

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