Frosch widerlegt Hypothese zur Kollision Indiens mit Asien

  • Vor rund 35 Millionen Jahren wanderte die Vorfahren der heutigen Froschart Rhacophorus rhodopus von Asien nach Indien ein.
    foto: j.-t. li

    Vor rund 35 Millionen Jahren wanderte die Vorfahren der heutigen Froschart Rhacophorus rhodopus von Asien nach Indien ein.

Die Rhacophoridae wanderten vor 35 Millionen Jahren in Indien ein - die Kontinentalplatten können also nicht später aufeinander geprallt sein

Frankfurt - Schon als die Plattentektonik noch als belächeltes Konzept galt, lieferte die Biologie bzw. Paläontologie wichtige Indizien für die Befürworter dieser Theorie: Wenn Fossilien ein- und derselben Spezies in Regionen gefunden werden, die heute auf voneinander getrennten Kontinenten liegen, dann legt dies die Vermutung nahe, dass diese Regionen einst eine Einheit bildeten.

Datierung einer Kollision

Auch heute, da die Plattentektonik längst belegt ist, können biologische Erkenntnisse immer noch dabei helfen, die Bewegung der Kontinentalplatten besser zu verstehen. Von einem aktuellen Beispiel berichtet die Goethe-Universität Frankfurt am Main. Dabei geht es um die Frage, wann die Indische mit der Eurasischen Platte kollidiert ist - ein Prozess, der immerhin zur Auffaltung des derzeit höchsten Gebirges der Welt, des Himalaya, geführt hat.

Der Prozess hält immer noch an - wann er jedoch begonnen, also die eigentliche Kollision stattgefunden hat, ist nur vage rekonstruierbar. Der vermutete Zeitraum reicht von vor 55 bis 40 Millionen Jahren. Zuletzt kamen laut Goethe-Universität jedoch auch geologische Hypothesen auf, denenzufolge dies erst vor 35 oder gar 20 Millionen Jahren stattgefunden habe.

Frösche als Beweis

Zumindest letzteres kann nun ausgeschlossen werden, nachdem ein deutsch-chinesisches Forschungsteam die Ausbreitung bestimmter Frösche auf dem indischen Subkontinent untersucht hat. Denn wenn Kontinente zusammenstoßen, hat das auch tiefgreifende Auswirkungen auf die dortigen Lebensgemeinschaften - insbesondere kommt es zur Vermischung von Faunen, die vorher für Jahrmillionen getrennt waren. Dabei stellt sich die Frage, wo genau die Vorfahren heutiger Organismen gelebt haben, sowie wann und in welche Richtung ein möglicher Faunenaustausch stattfand.

Die Wissenschafter rekonstruierten für Frösche aus der Familie der Rhacophoridae die Mutationsrate von Genen anhand von Fossilienfunden. Das ermöglichte eine Datierung des Stammbaums mit eindeutigem Ergebnis: Es kam bereits seit dem frühen Oligozän vor 35 Millionen Jahren zur mehrfachen Besiedelung Indiens mit Fröschen, die von Asien aus einwanderten. Hypothesen, wonach die Indische und die Eurasische Platte erst in jüngerer Zeit kollidierten, sind damit widerlegt. (red, derStandard.at, 24. 2. 2013)

 

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13 Postings
Die Plattentektonik ist unbewiesen.

Nur weil man aufgehört hat sich um Aufklärung zu bemühen, bedeutet das nicht, dass diese These korrekt ist. Alle Behauptungen in Bezug auf den Aufbau der Erde sind Annahmen. Auch wenn die Thesen logisch sind, solange man nicht alle Einflußfaktoren und beteiligten Stoffe kennt, können die abgeleiteten Theorien nicht verbindlich sein. Es wäre nicht das erste mal, dass man sich in so komplexen Angelegenheiten getäuscht hat.

Univ.Prof. Dr. Frosch:" Nein, es kollidierte nur mit einem Asien.

Sei kein Frosch!

ein Frosch widerlegt noch keine Theorie

Interessant ist das Ergebnis, aber ein einziges Resultat rechtfertigt noch keine redatierung um 50 %

Wer macht bei euch eigentlich die Überschriften?

Der Frosch widerlegt doch nix, er grenzt nur den Zeitraum ein

Ausserdem wurde er auch nicht Eidesstattlich befragt.

Vor allem, wieviele Asiens gibt es eigentlich?

sehr richtig..

.... vermaledeite quotenbi...erei

...und nicht einmal das...Froschlaich wandert mit den Wasservögeln...und das ziemlich weit... der Frosch braucht also nicht "zu Fuss" gehn um neue Biotope zu bevölkern... Verfasser scheint nicht die geringste biologische Grundausbildung zu besitzen... wie so oft, leider.

Kollision unter wasser...

Die Kollision der Tektonischen Platten fand bereits statt als Küste zu Küste noch sehr weit voneinander entfernt waren. Selbst wenn der Austausch von Amphibienarten bereits vor dieser Kollision stattgefunden hat, wird dies wohl in einem eingeschränkten Zeitraum stattgefunden haben, als die Platten (in Geologischen Maßstäben ) unmittelbar vor dem Zusammenstoß standen....

Sorry, aber ich vertraue den Leuten, die bei http://www.pnas.org/content/e... 1300881110 mitgearbeitet haben, in ihrem Fachgebiet mehr als anonymen Poster_innen.

Argumentum ad hominem

Wenn etwas wahr ist, so ist es das unabhängig von der Quelle. Ihr Vertrauen können Sie schenken wem sie möchten. Ob Sie damit auch gut informiert sind, ist eine andere Geschichte. Profis in Fachgebieten haben sich oft als fehlgeleitet herausgestellt (auch sie arbeiten auf Basis der Behauptungen anderer "Profis").
Die Einkommen beziehen Forscher aus Aufträgen, die bestimmte Ergebnisse zeitigen sollen (ethische, politische, wirtschaftliche). Ergebnisoffen ist Forschung nur dort, wo keine finanziellen Interessen dahinter sind. Was da übrig bleibt können Sie sich sicher vorstellen.

Oje. Erstens wäre mein Argument ein argumentum ad verecundiam (auf eine Autorität berufen), wenn ich für eine bestimte Position argumentiert hätte (meine Aussage bezieht sich aber gar nicht auf die Frage des Zeitpunkts der Plattenkollision oder der Verbreitungswege von Froschlaich, sondern auf dümmlich-besserwisserische Kommentare). Zweitens sind Fachleute in ihrem Gebiet natürlich vertrauenswürdiger als Nichtfachleute in diesem Gebiet. Das bedeutet nicht Unfehlbarkeit, Unbestechlichkeit oder was du sonst noch glaubst in meine Aussagen hineininterpretieren zu müssen. Deine Antwort ist also ein Strohmann-Argument: Du greifst etwas an, was ich nicht geschrieben habe.

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