Blau-oranger Bruderkrieg

19. Februar 2013, 17:46
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Heute geht es für das BZÖ erneut um eine Schicksalswahl

Im Jahre eins nach dem Tod seines Gründers Jörg Haider war der BZÖ-Himmel noch ganz orange gewesen. Bei den Landtagswahlen 2009 räumte das BZÖ mit Gerhard Dörfler an der Spitze knapp 45 Prozent ab. Der damalige Höhenflug war größtenteils eine letzte Hommage an den verunglückten Haider gewesen. Heute geht es für das BZÖ erneut um eine Schicksalswahl. Dörfler ist diesmal Spitzenkandidat für die FPK, die sich 2010 in einem Überraschungscoup der Brüder Uwe und Kurt Scheuch vom BZÖ abgespaltet und wieder in die blaue FPÖ eingegliedert hatte.

Das BZÖ mit Josef Bucher als Frontmann kämpft seitdem als rechtsliberale Partei ums politische Überleben. Man verlor nicht nur sämtliche Landtagsabgeordneten, sondern 2012 auch fünf Nationalräte an das Team Stronach, das ähnliche Positionen vertritt.

Erreicht das BZÖ den Einzug in den Kärntner Landtag nicht, dürfte das politische Ende der Orangen bedeuten, die sich wie die FPK als Haiders wahre Erben verstehen. Der freiheitliche Bruderkrieg in Kärnten wird mit harten Bandagen geführt. BZÖ-Wahlkampfleiter Stefan Petzner setzt auf Provokation - etwa mit einem "Befreiungsvideo", das FPK-Größen mit blutigen Diktatoren vergleicht. Es musste aus dem Internet entfernt werden. (stein, DER STANDARD, 20.2.2013)

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    Josef Bucher will in Kärnten überleben.

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