Große Pfahlbau-Siedlung auf Bodensee-Halbinsel Höri entdeckt

19. Februar 2013, 15:32
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Am höchsten liegende steinzeitliche Siedlungsoberfläche am Bodensee aus der kaum erforschten Zeit von 3.300 bis 3.200 vor unserer Zeitrechnung

Konstanz - Archäologen haben in einer Baugrube auf der Bodensee-Halbinsel Höri die Überreste einer großen Pfahlbausiedlung entdeckt. Nach Angaben von Bodo Dieckmann vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg in Gaienhofen lebten dort vor rund 5.000 Jahren bis zu 400 Menschen. "Das Bedeutende an der Siedlung ist die Höhenlage, es handelt sich um die am höchsten liegende steinzeitliche Siedlungsoberfläche am Bodensee", sagte der Archäologe am Dienstag. Zudem gäben die aktuellen Funde Aufschluss über die Zeit von 3.300 bis 3.200 vor unserer Zeitrechnung, über die bisher gar nichts bekanntgewesen sei.

Bis zu 40 Bauten

Zurzeit sind laut Dieckmann acht Archäologen auf 140 Quadratmetern mit den Ausgrabungen beschäftigt, auf 1.800 Quadratmetern werde außerdem etwa einen Meter tief nach Fundstücken gebohrt. Neben Pfählen, die den Angaben zufolge auf bis zu 40 Gebäude schließen lassen, wurden Tierknochen, Fischreste, Steinbeile, Querangeln und Keramikscherben entdeckt. Von ihnen erhoffen sich die Archäologen nun Erkenntnisse über die Ernährungs- und Fischfanggewohnheiten der Bewohner, die als Bauern, Jäger und Fischer lebten. (APA/red, derStandard.at, 19.01.2013)

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    Rekonstruktionen von Pfahlbauten im Pfahlbaumuseums in Unteruhldingen am Bodensee. In einer Baugrube auf der Bodensee-Halbinsel Höri haben Archäologen nun Überreste einer weiteren großen Pfahlbausiedlung entdeckt.

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