Daten belegen Trend: 2012 eines der zehn wärmsten Jahre seit Aufzeichnungsbeginn

Auswertung der Messungen aus dem Vorjahr bestätigt Entwicklung hin zu einem immer wärmeren und sonnigeren Klima

Wien - Messdaten aus dem vergangenen Jahr belegen den Trend: Auch im Alpenraum vollzieht sich eine Entwicklung hin zu einem immer wärmeren und sonnigeren Klima. Das ergab laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) die Auswertung der Messungen für 2012 mit HISTALP, der größten Datenbank des Alpenraumes mit Aufzeichnungen für die vergangenen 250 Jahre.

Bei der Sonnenscheindauer erzielte das Vorjahr in allen fünf österreichischen HISTALP-Klimaregionen Platzierungen in den vorderen Rängen: In den Tälern und Becken des Südostens belegt 2012 mit einem Plus von 25 Prozent im Vergleich zum hundertjährigen Mittel der Jahressumme Platz 1 in der regionalen Hitliste, gleichauf mit dem bisherigen Rekordjahr 2003.

Zwischen Platz 7 und Platz 10

In den Tälern Vorarlbergs und Tirols übertraf der Gesamtniederschlag 2012 das regionale Mittel der Niederschlags-Jahressumme (1901 bis 2000) um 21 Prozent. Das ergibt Platz zwölf in der regionalen Hitliste. In den inneralpinen Tälern Österreichs war mit einem Plus von 22 Prozent sogar Rang 4 drinnen.

In allen HISTALP-Klimaregionen der Alpenrepublik belegt 2012 einen Platz unter den zehn wärmsten Jahren seit dem jeweiligen Messbeginn. Österreichweit liegt 2012 auf Platz 7 (Beginn der Aufzeichnungen 1768). In den Tal- und Beckenlagen des Südostens war 2012 das sechst wärmste Jahr, in der österreichischen Gipfelregion war es das zehnt wärmste Jahr (Messbeginn im hochalpinen Bereich 1851). (APA/red, derStandard.at, 24.01.2013)

  • Der Mittelbergferner im Tiroler Pitztal: Klimadaten aus dem Vorjahr belegen den Trend, die Durchschnittstemperaturen steigen auch im Alpenraum.
    foto: reuters/lisi niesner

    Der Mittelbergferner im Tiroler Pitztal: Klimadaten aus dem Vorjahr belegen den Trend, die Durchschnittstemperaturen steigen auch im Alpenraum.

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