Türkischer Verleger Akbay legt Angebot für "Frankfurter Rundschau"

19. Februar 2013, 14:24
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Insolvenzverwaltung: "In diesem Monat muss eine Entscheidung fallen"

Frankfurt am Main/Ankara - Der türkische Verleger Burak Akbay hat im Bieterstreit um die schwer angeschlagene "Frankfurter Rundschau" nachgebessert. Ein Angebot aus Istanbul sei den Gläubigern vorgelegt worden, sagte der Sprecher von Insolvenzverwalter Frank Schmitt, Ingo Schorlemmer, am Dienstag. "Es ist das erste Angebot von Herrn Akbay, das andere Schreiben per E-Mail war eine Absichtserklärung." Zu Inhalten äußerte sich Schorlemmer nicht. Zuvor war kritisiert worden, die Pläne des türkischen Verlegers seien "zu niedrig" und "nicht akzeptabel". Akbay müsse bei dem angebotenen Kaufpreis ebenso deutlich ausbauen wie bei der Zahlungsweise.

Für die Insolvenzverwalter und die Belegschaft bleibt die Suche nach einem Interessenten ein Rennen gegen die Zeit: "In diesem Monat muss eine Entscheidung fallen", sagte Schorlemmer. "Solange kann ein Interessent sein Angebot auch nachbessern. Er bezweifelte, dass sich die Gläubiger auf eine Verlängerung der bis Ende Februar vereinbarten Finanzierung einlassen könnten.

Neben Akbay hat auch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) Interesse an der angeschlagenen Traditionszeitung gezeigt. Derzeit prüft das deutsche Bundeskartellamt diese mögliche Übernahme. Die "Frankfurter Rundschau" hatte im November angesichts massiver Verluste Insolvenz angemeldet. (APA, 19.2.2013)

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