Deutlich weniger FSME-Fälle im vergangenen Jahr

19. Februar 2013, 13:24
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Im vergangenen Jahr wurden in Österreich 52 hospitalisierte FSME-Fälle registriert, im Jahr davor 113

Die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) war im Jahr 2012 auf dem Rückzug. Im vergangenen Jahr wurden in Österreich nur 52 hospitalisierte FSME-Fälle registriert, das ist weniger als die Hälfte im Vergleich zu 2011. "Leider ist dies kein Hinweis dafür, dass das FSME-Virus aus der Natur verschwindet, sondern Ausdruck der typischen jährlichen Schwankungen", schreiben Franz X. Heinz und Heidemarie Holzmann vom Department für Virologie der MedUni Wien in ihrer neuesten Virusepidemiologischen Information.

Durchimpfungsrate leicht rückläufig

Das Wetter, die Wanderung von Wirts-Organismen, wie Mäusen, und andere Faktoren dürften eine Rolle dabei spielen, wie viele Fälle an FSME auftreten. Die einzige echte Prophylaxe ist die Impfung. In Österreich haben sich laut aktuellen Daten 85 Prozent der Menschen jemals gegen die "Zeckenkrankheit" immunisieren lassen. Diese Durchimpfungsrate war zuletzt etwas rückläufig.

2011 hatte es einen deutlichen Anstieg der FSME-Fälle auf 113 bei vier Todesfällen (2010: 63/ein Todesfall) gegeben. Im vergangenen Jahr waren es dann 52 Erkrankte, die im Spital behandelt werden mussten: je ein Fall in Wien, Niederösterreich und Vorarlberg, keiner im Burgenland, drei in Salzburg, je zwölf in der Steiermark und Tirol, 15 in Oberösterreich und sieben in Kärnten.

Ältere Jahrgänge überwiegen

"Obwohl alle Altersgruppen von der FSME betroffen sein können, überwiegen doch die älteren Jahrgänge. So war auch 2012 etwa die Hälfte aller Patienten älter als 50 Jahre", so die Wiener Fachleute über die Personengruppe mit dem größten Risiko.

Bedauerlicherweise habe es auch zwei Todesfälle gegeben: Ein neunjähriges Kind in Kärnten und ein 73-jähriger Mann aus der Steiermark erlagen der Gehirnhaut- beziehungsweise Gehirnentzündung, die durch FSME-Viren von Zecken übertragen wird. Eine ursächliche Therapie gibt es nicht.

Die Experten gehen davon aus, dass zwischen den Jahren 2000 und 2011 in Österreich wahrscheinlich rund 4.000 FSME-Erkrankungen durch die Impfung verhindert werden konnten, die bis zu 99 Prozent Schutz bieten soll. (APA/red, derStandard.at, 19.2.2013)

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    Experten gehen davon aus, dass zwischen den Jahren 2000 und 2011 in Österreich rund 4.000 FSME-Erkrankungen durch die Impfung verhindert werden konnten.

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