Iran und die USA, ein Schulterschluss

19. Februar 2013, 12:50
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Länder wollen gemeinsam für den Olympia-Status des Ringens kämpfen - "Ringsport hat immer Völker zusammengebracht"

Teheran - Der Sport vereint politische Gegner. Die USA wollen mit dem Iran und Russland gemeinsam um die Zukunft des olympischen Ringens kämpfen. Dies betonte Rich Bender, Geschäftsführer des amerikanischen Ringer-Verbandes, vor dem Freistil-Weltcup, der heute, Mittwoch, in der iranischen Hauptstadt Teheran beginnt.

"Das ist das wichtigste Thema bei den Gesprächen mit der Führung des iranischen Verbandes", sagte Bender der Tageszeitung USA Today. Laut Teamtrainer Zeke Coach, den die iranische Nachrichtenagentur MEHR zitiert, habe "der Ringsport stets Völker zusammengebracht und politische Probleme gelöst. Iran und die USA könnten der Welt beweisen, wie wertvoll Ringen für Olympia ist, und auch dafür sorgen, dass die Entscheidung der IOC-Exekutive für ein Olympia-Aus revidiert wird". Ringen soll aus dem Programm für die Sommerspiele 2020 fallen, die endgültige Entscheidung fällt im September, wenn auch der Austragungsort 2020 fixiert wird, zur Wahl stehen Istanbul, Madrid und Tokio.

Das Aus für das Ringen soll um jeden Preis verhindert werden. "Wir schöpfen alle Möglichkeiten aus, die uns zur Verfügung stehen, um das rückgängig zu machen", sagt Bender. Auch Rulon Gardner, Olympiasieger von 2000, ruft zum geschlossenen Kampf um die Sportart auf. "Andere Länder wie Russland müssen uns helfen. Wir dürfen diesen Sport nicht sterben lassen." Ringer aus zehn Ländern treten in Teheran an. (sid, APA, fri, DER STANDARD, 20.2.2013)

  • Jordan Ernest Burroughs (li.) und Sadegh Saeed Goudarzi, in London Olympiasieger und Zweiter im Freistilringen (74 kg), zeigten ihren Heimatländern sozusagen etwas vor, als sie einträchtig auf dem Podest standen.
    foto: reuters/grigory dukor

    Jordan Ernest Burroughs (li.) und Sadegh Saeed Goudarzi, in London Olympiasieger und Zweiter im Freistilringen (74 kg), zeigten ihren Heimatländern sozusagen etwas vor, als sie einträchtig auf dem Podest standen.

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