Gut getarnt: Tricksen und Täuschen in der Natur

Ansichtssache25. Februar 2013, 10:10
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Im Kampf ums Überleben haben Tiere und Pflanzen wundersame Strategien der Nachahmung und Täuschung entwickelt

Überall in der Natur findet man Täuschungen durch Nachahmung. Doch das geschieht nicht zum Spaß. Tiere und Pflanzen tarnen sich, um unerkannt zu bleiben oder als gefährlich zu gelten. Im Vordergrund steht dabei immer das Überleben. Dabei ist zwischen Mimikry und Mimese zu unterscheiden. Bei der Mimikry imitieren harmlose Lebewesen andere Arten in Aussehen und Verhalten, die wehrhaft oder giftig sind, um sich vor Feinden zu schützen. 

Anders ist das bei der Mimese: Hier wird eine Art nachgeahmt, die für den potenziellen Feind uninteressant ist. Somit ist sie nicht wie die Mimikry eine Warn-, sondern eine Tarntracht.

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foto: klaus lunau

Um das Fortbestehen der eigenen Population zu sichern, bedienen sich Individuen und Pflanzen unterschiedlicher Strategien der Angriffsvermeidung. Denn es können sich nur jene fortpflanzen, die bis zum Erreichen des fortpflanzungsfähigen Alters überleben. Beispiele dafür sind Tarnung durch Anpassung an den Hintergrund, Warnung durch auffällige Signale in Kombination mit Giftigkeit, ungewöhnliches Aussehen oder die Imitation von warnfarbenen Lebewesen.

Die rote Färbung des Fliegenpilzes beispielsweise warnt Pflanzenfresser vor dessen Ungenießbarkeit.

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