Keine Nachrichten in Griechenland - Journalisten streiken

19. Februar 2013, 09:57
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24 Stunden andauernder Protest gegen Entlassungen, verzögerte Bezahlung und Arbeitslosigkeit

Athen - Keine Nachrichtensendungen in Griechenland: Aus Protest gegen Entlassungen, Verzögerung ihrer Bezahlung und hoher Arbeitslosigkeit sind die Journalisten des Landes am Dienstag in einen 24-stündigen Streik getreten. Seit 6 Uhr Ortszeit (5 Uhr MEZ) gibt es im Radio und Fernsehen keine Nachrichten- und Informationssendungen mehr. Am Mittwoch sollen dann auch keine Zeitungen erscheinen.

Zu dem Streik hatte der Journalistenverband (ESIEA) aufgerufen. "Uns bleibt nichts anderes übrig. Hunderte Kollegen sind arbeitslos. Andere werden seit Monaten nicht mehr bezahlt", sagt der Präsident des Journalistenverbandes Dimitris Trimis. Fast jeder zweite Journalist sei von der Krise in der griechischen Presse betroffen. Die harte Sparpolitik habe auch die Presse in den Abgrund gerissen.

Die Regierung kritisierte den Streik: Am Dienstag wurde der französische Präsident François Hollande in Athen erwartet. Der Versuch der Führung des Journalistenverbandes, die Nachrichten über den Hollande-Besuch zu "unterdrücken", sei eine "noch nie dagewesene" Aktion, monierte der griechische Regierungssprecher, Simos Kedikoglou. Dahinter stecke die Oppositionspartei Bündnis der radikalen Linken (Syriza), die der Journalistengewerkschaft nahestehe. (APA, 19.2.2013)

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