Afghanistan: Taliban für 81 Prozent der getöteten Zivilisten verantwortlich

19. Februar 2013, 08:46
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Zahl der zivilen Opfer erstmals seit 2007 zurückgegangen - Verstärkt Regierungsmitglieder attackiert

Kabul/Brüssel - Die Zahl der zivilen Opfer im Afghanistan-Krieg ist erstmals seit Beginn ihrer Erhebung im Jahr 2007 zurückgegangen. 2.754 Zivilisten seien im vergangenen Jahr getötet worden, zwölf Prozent weniger als im Vorjahr, teilte die Mission der Vereinten Nationen in Afghanistan (UNAMA) am Dienstag in Kabul mit. Die Zahl der Verletzten habe "marginal" auf 4.805 zugenommen. Aufständische wie die Taliban seien für 81 Prozent der getöteten und verletzten Zivilisten verantwortlich gewesen, NATO-geführte Truppen und afghanische Sicherheitskräfte für acht Prozent. Die verbliebenen elf Prozent hätten keiner Konfliktpartei zugeordnet werden können.

Um "atemberaubende 700 Prozent" zugenommen hat dem Bericht zufolge aber die Zahl der Opfer bei gezielten Angriffen Aufständischer auf zivile Regierungsmitarbeiter. Im abgelaufenen Jahr seien 107 von ihnen getötet und 148 weitere verletzt worden. Um 20 Prozent zugenommen habe im vergangenen Jahr die Zahl der getöteten und verletzten Frauen und Mädchen. 301 Frauen und Mädchen seien getötet worden, weitere 563 seien verletzt worden.

Der Rückgang der insgesamt getöteten Zivilisten im vergangenen Jahr sei "sehr begrüßenswert", teilte der UNO-Sondergesandte für Afghanistan, Jan Kubis, mit. "Dennoch bleiben die Kosten an Menschenleben in dem Konflikt nicht hinnehmbar." Seit Beginn der Erhebung 2007 kostete die anhaltende Gewalt in Afghanistan nach UNO-Angaben 14.728 Zivilisten das Leben. (APA, 19.2.2013)

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