Nackte Männer und angezogene Medien im Leopold Museum

18. Februar 2013, 22:55
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Das Leopold Museum öffnete seine Ausstellung "Nackte Männer" am Montag für NudistInnen. Die Nackerten standen Angesicht zu Angesicht mit den entblößten Adonissen der Kunst, Blitzlicht und eifrigen ReporterInnen.

Ein Naturistenabend sollte es sein. Freie Körperkultivierte unter sich mit nackten Männern der Kunst. Das Wiener Leopold Museum ging dem Wunsch einer deutschen NudistInnengruppe nach und sperrte die Ausstellung "Nackte Männer" außerhalb der regulären Öffnungszeiten für Nackerte auf. AusstellungsbesucherInnen ohne Gewand erhielten freien Eintritt. DerStandard.at und viele MedienvertreterInnen begleiteten die teils ungenierten, teils irritierten BesucherInnen und behielten dabei ihr Gewand an.

Das Leopold Museum hat mit dem Auflauf gerechnet und einige Vorkehrungen getroffen, die die BesucherInnen vor den Medien schützen sollten. So waren nur die ersten zwei Räume für FotografInnen und Kameramenschen zugänglich und das auch nur für die ersten eineinhalb Stunden. Trotzdem zeigten sich einige Gäste irritiert. Kunstvermittler Manuel Kreiner berichtete, dass die Atmosphäre nach dem Medienrummel entspannter gewesen sei: "Der Austausch mit der Kunst war danach viel intensiver." Andere wiederum erfreuten sich der Aufmerksamkeit, da das Thema "Nacktheit" für sie einen Aufschwung benötige. (mvu, derStandard.at, 18.2.2013)

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