Forscher entdecken im Ural Fragmente des Meteoriten

18. Februar 2013, 18:16
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Der "Meteorit von Tschebarkul" ist ein typischer Chondrit - bisher wurden 53 Fragmente gefunden

Moskau - Russische Wissenschafter haben nach eigenen Angaben Teile des Meteoriten gefunden, dessen Explosion im Ural schwere Schäden angerichtet und rund 1200 Menschen verletzte. Nachdem die Behörden die Suche nach Fragmenten eingestellt hatten, verkündeten Mitglieder der russischen Akademie der Wissenschaften am Montag, sie hätten Meteoritenteile entdeckt. Die Forscher vermuten das größte Stück auf dem Grund des Tschebarkul-Sees.

Die in der Nähe des Sees in Zentralrussland gefundenen Gesteinsfragmente hätten "die Zusammensetzung eines Meteoriten", sagte der Expeditionsleiter Viktor Grochowski. Der Stein habe einen Eisengehalt von schätzungsweise zehn Prozent, außerdem enthalte er Chrysolit und Sulfit - damit gehöre er zur Klasse gewöhnlicher Chondriten", hieß es in der Erklärung weiter. Chondriten bilden die mit Abstand häufigste Form der auf der Erde gefundenen Meteoritenteile.

Das Fundstück werde voraussichtlich "Meteorit von Tschebarkul" genannt werden, teilte die Universität mit. Bisher seien im Schnee 53 Meteoritenteilchen gefunden worden, keines mehr als einen Zentimeter groß. (red, AFP/DER STANDARD, 19. 2. 2013)

 

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    Zwei der im Ural gefundenen Meteoritenbruchstücke.

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